Gewinnt Einheit als nächstes gegen Oberlosa?

Handball. Am Samstag steigt das große Stadtderby in Plauen

Plauen. 

Spannender geht es nicht. Das bevorstehende Plauener Handballerderby zieht unglaubliche Kreise. In der Mitteldeutschen Oberliga schickt sich der HC Einheit Plauen (5. Platz | 6:4 Punkte) an, den SV 04 Oberlosa (8. Platz  | 4:6) vor große Probleme zu stellen. Die Rot-Weißen können am Samstag im innerstädtischen Prestigeduell vollkommen frei aufspielen. Der Fastabsteiger der Vorsaison hat mit Pirna/Heidenau (29:26) und Delitzsch (30:25) bereits zwei Spitzenmannschaften "abgefettet". Gut möglich, dass auch der ursprüngliche Meisterschaftsanwärter SV 04 Oberlosa in der Einheit-Arena hinfällt. Denn die Schwarz-Gelben erwischten einen Fehlstart, wobei es andere Klubs in dieser vogelwilden Liga sogat noch schlimmer traf. Die zweitbeste Rückrundenmannschaft der Vorsaison, die HSG Freiberg, sie ist Tabellenletzter. Und die ebenfalls amitionierten Jenaer? Vorletzter! Das ist natürlich kein Trost für die Oberlosaer, die sich Sorgen machen vor dem Derby. Klar ist: Die vierte Niederlage im sechsten Saisonspiel kann man sich nicht erlauben. Zuletzt hatte der SV 04 gegen den Spitzenreiter Burgenland (25:29) eine Heimniederlage kassiert.

 

Einheit gewinnt in Aschersleben!

 

Der HC Einheit Plauen hat dagegen gerade beim HC Aschersleben mit 34:25 gewonnen. Die ganze Welt rieb sich deshalb die Augen. Denn eine Woche zuvor noch hatte ausgerechnet Oberlosa in Aschersleben mit 25:30 verloren. Das Trainerteam vom HC Einheit - Vasile Sajenev und Jan Richter - fand nach dem Abpfiff nur lobende Worte für die Mannschaft. "Das Ergebnis ist der Lohn unserer harten Trainingsarbeit der letzten Wochen und der Disziplin der Mannschaft! Wir haben hundertprozentig das umgesetzt, was wir spielen wollten." Dass es in Aschersleben nicht leicht werden würde, Punkte zu erzielen, machten die Gastgeber von Anfang an deutlich. Bis Mitte der ersten Halbzeit lag Einheit immer mit ein bis zwei Toren in Rückstand. Die Plauener Abwehr benötigte etwas Zeit, um sich auf den Gegner einzustellen. Im Angriff leitete Einheit-Mittelmann David Zbiral das Spiel ruhig und konzentriert. So gelang die Wende. Matyas Burda erzielte in der 14. Minute den 9:9-Ausgleich. In der Folge wurden die Spitzenstädter in der Abwehr präsenter und es gelangen immer wieder Ballgewinne, die in schnelle und einfache Tore umgesetzt werden konnten. So wuchs der Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf 18:15 an.

 

Einheit lässt hinten raus nicht mehr nach

 

Anders als in den Partien zuvor leisteten sich die Spitzenstädter nach dem Seitenwechsel keine Schwächephase, sondern machten dort weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatten. "Ein besonderes Lob muss ich heute unserer Abwehr machen. Maximilian Krüger, Matyas Burda und Martin Broz haben im Zentrum einen richtig guten Job gemacht", betonte Trainer Sajenev. Dank einer starken Torhüterleistung von Jan Misar betrug der Vorsprung der Spitzenstädter nach 51 Minuten (29:19) bereits zehn Tore! Nun freut sich die Einheit auf das Stadtderby am kommenden Samstag um 16 Uhr.

 

So läuft der Vorverkauf für Derby:

Karten für das Derby gibt es am Montag (30. September) und am Mittwoch (2. Oktober) in der Einheit-Arena jeweils von 18 Uhr bis 19.30 Uhr. Erwartet werden am Samstag (Anwurf 16 Uhr) in der Sporthalle an der Wieprechtstraße 1.000 Zuschauer. Der Fußballoberligist VFC Plauen hat aufgrund des großen Interesses sein Punktspiel gegen Halle vorverlegt. Im Vogtlandstadion rollt ab 13 Uhr der Ball.