Glanzvolles Spektakel: 10.000 Lichter trotzen Tornado und Strompreis

Von der App-Steuerung bis zum singenden Weihnachtsmann: Ein Blick hinter die Kulissen der aufwendigen Installation, die Besucher aus der ganzen Region anlockt.

Weischlitz/OT Kürbitz

Das Kürbitzer Weihnachtshaus ist der Hingucker im Ort. Die Lichter strahlen entlang des Hauses und der Garage, um die Fenster herum, am Baum und Gartenzaun. Vor der Tür zum Anwesen der Familie Röder steht ein Weihnachtsbaum, natürlich mit Lichtern versehen. Vieles hat amerikanisches Flair: Über den Gartenzaun auf die Straße blickt ein überdimensionaler, aufgeblasener Räuchermann.

Ein Riesenpaket daneben zeigt einen Weihnachtsmann, wenn es sich öffnet - im regelmäßigen Abstand schließt sich der Karton wieder. Im Vorgarten sitzt noch ein großer Weihnachtsmann mit einem Wichtel. Den Weg zum Haus säumen Zuckerstangen, die blinken.

 

Keine Angst vor der Rechnung: Das kostet der Lichterglanz

"Ich kann die Beleuchtung von unterwegs steuern, ein- und ausschalten", sagt Martin Röder, der Jugendleiter beim SV Merkur 06 in Oelsnitz ist und vorher in der SG Kürbitz Trainer war. Wie viele Lichter es sind? "Mehr als 10.000", schätzt der Hausbesitzer. Gibt das nicht eine saftige Stromrechnung? "Das fragen mich die meisten Leute", sagt Martin Röder und lacht. "Es ist alles LED, wir zahlen im Monat nur 20 bis 30 Euro mehr."

 

Alles begann 2017: Die Geschichte hinter der Tradition

Fragt man nach seinem Hobby, dann bekommt man zur Antwort: "Das ist für uns Angeln." Das Weihnachtshaus sei ein Spaß. "Angefangen hatten wir 2017 mit der Haus- und Garagenbeleuchtung", erinnert sich der Versicherungsmakler. Das war, als die Familie das Haus kaufte. Der weiße Gartenzaun habe ihm gefallen, erinnert sich Martin Röder.

Am Haus wurde vieles neu gemacht. "Jedes Jahr haben wir zum Weihnachtsschmuck etwas dazugekauft." Voriges Jahr war es der Schwibbogen nebst Gartenbahn, die ihre Kreise dreht. "Da war vorher der Balkon", sagt der Familienvater und erinnert sich an den Tornado, der vor einigen Jahren viel zerstörte, auch das Anwesen der Röders traf. "Das war im November. Danach hörte ich ein kleines Mädchen auf der Straße zu seiner Mutter sagen: Schade, da fällt das Weihnachtshaus diesmal aus." Das habe ihn so beschäftigt, dass er mit Hilfe der Familie und Freunden es schaffte, das Haus auch in jenem Jahr zu Weihnachten strahlen zu lassen.

Eine Woche Arbeit für den perfekten Moment

Und so läuft es Jahr für Jahr ab: "Eine Woche brauchen wir für den Aufbau. Am Samstag vor dem ersten Advent machen wir bei uns einen kleinen Weihnachtsmarkt mit 30 bis 40 Leuten. Die Fahne mit "Merry Christmas" wird gehisst. Punkt 17 Uhr wird angeleuchtet. Dann ist Weihnachten."

Von Annaberg bis Schwarzenberg: Ein Magnet für Fans

Viele Menschen bleiben stehen, um den Anblick zu genießen. "Aus Annaberg, aus Schwarzenberg. Einer sagte, er kommt jedes Jahr", sagt der Kürbitzer. Beleuchtet ist das Anwesen früh von fünf bis acht Uhr sowie abends von 16 bis 1 Uhr. Bis zum 12. Januar. Silvester soll alles bunt blinken.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich