Glasfaser bis in die Wohnung

Gebäudeanschluss Zur Zeit werden in Plauen die Kabel für Fernsehen und Internet erneuert

Plauen. 

Plauen. Mini-Baustellen überall im Stadtgebiet. Die Plauener fragen nach dem Grund. "Wir bauen für die WbG und die AWG unser bestehendes HFC-Netz auf den FTTB-Standard um." Die Antwort der Techniker des Telefon-, Internet- und Kabelfernseh-Anbieters Pyur bedeutet, dass derzeit Glasfaserkabel, welches bisher im Straßenschrank endete, bis in die Gebäude geführt wird. Notwendig sind dazu 8.500 Meter Tiefbau. 12.000 Plauener Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft (WbG) und der AWG Wohnungsgenossenschaft werden demnach fit gemacht für die Zukunft. Auf einer Länge von 6.000 Metern werden bereits bestehende Rohrtrassen genutzt. Insgesamt werden rund 45 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. In dem Zug wird auch die Hausverteilung erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Das wird konkret verändert

Beschäftigt sind vier Tiefbauunternehmen und zwei Montagefirmen. Der Ausbau betrifft alle Stadtteile von Plauen. Bemerkenswert: Beim Tiefbau wird Microrohr verlegt oder in bestehende Rohre eingezogen, das spart Tiefbauarbeiten. In das Rohr wird dann das LWL-Kabel per Druckluft eingeblasen. Die Techniker sagen: "Das Netz wird so aufgebaut, dass später von FTTB- auf FTTH-Struktur erweitert werden kann." Demnach besteht in dieser Aussage der Vorteil darin, dass dann höhere Bandbreiten für die Mieter, mehr Versorgungssicherheit bieten.

In der Zukunft wird manch ein Mieter vermutlich mit diesen Abkürzungen hier konfrontiert. HFC: Hybrid-Fibre-Coax, Netzstruktur als Mix aus Glasfaser- und Kupferkabel | FTTB: Fibre-to-the-building, Glasfaser bis in des Gebäude | FTTH: Fibre-to-the-Home, Glasfaser bis in die Wohnung. WbG-Geschäftsführer Frank Thiele und der AWG-Vorstand Wohnungswirtschaft und Technik, Günter Schneider, zeigten sich bei einem Vororttermin sehr zufrieden.