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Goldadler sorgt für Geldsegen in Auerbach

Überraschung Exil-Vogtländer überweist 50.000 Euro

Auerbach. 

Auerbach. Rathauschef Manfred Deckert ist baff. Ein ehemaliger Auerbacher, der heute bei Frankfurt wohnt, spendete 50.000 Euro. Der Exil-Vogtländer verfolgte die Ebay-Versteigerung des Stadtoberhauptes. Objekt der Begierde war der "Goldene Adler", den Deckert als Skispringer 1982 als Sieger der Vierschanzentournee überreicht bekam. Aus den weiteren Spenden wurden 16.000 Euro eingespielt.

Spenden an Pandemieverlierer

Schon im Vorfeld kündigte der ehemalige Leistungssportler an, den Erlös Betroffenen der Corona-Pandemie zukommen zu lassen. Durch die überraschende Überweisung kann Auerbachs Oberbürgermeister nun stolze 66.000 Euro verteilen. Dies tut er mittlerweile auch schon. Weil jeder Euro dringend gebraucht wird, soll alles schnell und unbürokratisch über die Bühne gehen.

Die Corona-Hilfen landen in Briefumschlägen bei lokalen Einzelhändlern, Institutionen und Solo-Selbstständigen. "Wenn es möglich ist, übergebe ich die Umschläge persönlich." Einen Teil der Summe will der frühere Weitenjäger für Kinder zurückhalten. Im Frühjahr soll es für die Knirpse in einer Eisdiele im Auerbacher Neubaugebiet Gratis-Eisbecher geben.

Den Verlust der in der Sportwelt begehrten Trophäe kann der 59-Jährige gut verschmerzen. "Für mich ist es ein tiefes Gefühl der Befriedigung, wenn man in schweren Zeiten helfen kann." Seine großen Erfolge auf den Schanzen behalte er im Kopf und in seinem Herzen. Mit dem großzügigen Spender aus Hessen, der in unregelmäßigen Abständen seine Heimatstadt im Vogtland besucht, wolle er sich unbedingt treffen. Manfred Deckert ist jetzt schon auf die erste Begegnung mit ihm gespannt.



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