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Goldrausch, Rothäute und Bleichgesichter

Top Riesenerfolg für "Winnetou" als Theaterstück bei den Stelzenfestspielen

Stelzen. 

Das Theaterstück "Winnetou" bei den Stelzenfestspielen bei Reuth sorgte für eine mit über tausend Besuchern gefüllte Festspielscheune. Und für unentwegte Lachsalven im Publikum sowie strahlende Gesichter. Dabei gab es kurz vor der Aufführung noch reichlich Aufregung, hatte doch zwei Stunden zuvor Regenwetter eingesetzt. "Wir haben beim Deutschen Wetterdienst angefragt, konnten aber keine genaue Auskunft bekommen, ob es am Abend regnen würde", so Volker Insel, der Regisseur von der Inselbühne Leipzig. Als hätte Manitu ein Einsehen gehabt, konnte die Theateraufführung aber wie geplant verlaufen - mit einer wunderschönen Kulisse. Der Himmel in Violett, Orange und Rot bildete den Hintergrund für das Indianerreservat der Schoschonen. Auf deren Land waren Ganoven aus, um es teuer für den Eisenbahnbau zu verkaufen. Sie verbreiteten das Gerücht, dass es Goldfunde gäbe. Das vermeintliche Gold versetzte die Bewohner in einen Rausch, sie zogen los gegen die Indianer. Aber da war ja zum Glück noch ein Hobbyfotograf. Der Lord alias Armin Zarbock (einziger Profi-Schauspieler im Stück) war es auch, der die teils ungläubigen Zuschauer überzeugen musste, mitten in der Aufführung den Platz zu verlassen, um zu den Schoschonen nach draußen zu gehen. Von dort ging es nach Büffeljagd, Indianertanz und Kampfansage gegen Stelzen-City zurück auf die Plätze in der Scheune. Nach einigen per Video eingespielten Indianerüberfällen auf die Bahn, die Gastwirtin und die Bäckerei bis hin zur Erkenntnis war der Frieden zwischen Stelzen-City und den Indianern wieder hergestellt. Begeistertes Klatschen, erleichterte Gesichter - auch bei den Stelzener Laiendarstellern und den behinderten Menschen, die bereits Bühnenerfahrung hatten. Und endlich erschien auch der bescheidene Volker Insel auf der Bühne.