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Erzgebirge

Gottesdienst in Pausaer Kirche findet wieder statt

Glauben Beschränkung der Besucherzahlen auf 15

Pausa. 

Pausa. Es war nicht nur eine außergewöhnliche Situation für die Menschen, die am Sonntag zum Gottesdienst in die St. Michaeliskirche in Pausa kamen. Es schien auch eine besondere, eine wertvolle Zeit zu sein, Gemeinschaft im Gotteshaus zu erleben. Vor neun Uhr am Morgen läuteten die Glocken. 15 Leute saßen im Kirchenschiff verteilt, alle hatten sich zuvor für diesen ersten Sonntagsgottesdienst, der in der Corona-Situation wieder erlaubt war, angemeldet. "Am Donnerstag kam die neue Verordnung, am Freitag hat der Kirchenvorstand beraten", erinnert sich Frank Pierel, Pfarrer in Pausa.

15 Plätze für 1.200 Gemeindemitglieder

"Ich wusste, dass der Vorstand wieder Gottesdienste wollte." Die Stimmung habe es gezeigt. Am Samstagabend hatte es dann den ersten Gottensdienst gegeben, den vor allem jüngere Leute nutzten. "Wer kommen wollte, musste sich anmelden und in unsere Listen eintragen lassen", so der Pfarrer. Auch für den ersten Sonntagsgottesdienst nach so langer Zeit war dies der Fall. "Viele riefen an. Viele sagten aber auch, sie wollten den anderen nicht den Platz wegnehmen." 15 zugelassene Personen - das ist eine kleine Zahl angesichts der rund 1.200 Kirchgemeindemitglieder in Pausa. Frank Pierel, der seit dem Jahr 2010 in der Kleinstadt als Pfarrer wirkt, musste so manche ermuntern zu kommen, sonst hätte man vor lauter Verzicht vielleicht die 15 gar nicht erreicht.

Leere Emporen und seitliche Sitzbänke

Kirchnerin Katrin Flach hieß die Besucher am Eingang willkommen. Nein, Mundschutz sei nicht nötig. Und ist der Sitzplatz vorgeschrieben? "Nein, es ist genug Platz in der Kirche", sagte sie, die auch Türklinken reinigte und die Kerzen angezündet hatte. Vereinzelt hatten die Besucher Platz genommen. Die zwei Emporen waren leer, genauso auch die seitlichen Sitzbänke. Die Pausaer Kirche ist recht groß.

 

Frohe und heitere Orgel- und Violinenklänge stimmten auf die gemeinsame Zeit in der Kirche ein, Tulpen schmückten den Altar. Gemeinsam gesungen wurde an diesem Sonntag nicht. "Wir können nicht singen, da nicht alle Mundschutz tragen", sagte Kantorin Irene Uhlmann. Aber wer wolle, können das Lied auf dem Gottesdienst-Programm später auf dem Nachhauseweg singen oder auch summen.

Endlich wieder in Gemeinschaft sein

Der Hirtensonntag war als Thema geradezu prädestiniert für die schwierige Situation derzeit. "Es ist schön, wieder in Gemeinschaft zu sein", sagte Pfarrer Pierel. So wie die Schafe brauchen auch die Menschen die Herde. "Und wir brauchen die Kirche. Denn wo die Kirche ist, da ist auch der Hirte. Ohne Jesus sind wir verloren." Die Herde müsse zusammenbleiben, einzelne Schafe wären verloren. "Es ist eine besondere Gemeinschaft mit Gott, um auf dieser Welt zu überleben. Deshalb war es so fatal, dass - gerade in der Corona-Krise jetzt - weltweit die Gottesdienste ausfallen mussten"

Kirche täglich geöffnet

Der Pausaer Pfarrer fand es darum auch so wichtig, die Kirche dennoch regelmäßig für die Menschen zu öffnen. Zum Trost und um Halt zu geben. "Während die Welt gerade aus den Fugen zu geraten scheint, kann Jesus uns eine gute Zukunft garantieren." Und so wird Frank Pierel auch weiterhin jeden Tag die Kirche öffnen, um zu den Menschen geistige Einkehr und die Möglichkeit zum Beten zu geben. "Früh um sieben Uhr öffne ich die Tür. Wenn unsere Kantorin übt, sind die Orgelklänge draußen auf der Straße zu hören." Das zeige, dass die Kirche da ist für die Menschen. Zum Abendgeläut um 18 Uhr wird die Kirchentür geschlossen.

 

Eine Anmeldung zu den Gottesdiensten - die nächsten in Pausa sind am 2. und 3. Mai - wird auch weiterhin nötig sein, um die erlaubte Zahl von 15 Besuchern sicherzustellen.