"Greiz - Stadt der Millionäre"

Ausstellung Architektur zeugen von der wohlhabenden Geschichte der Stadt

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Praktikantin Victoria Toracova zeigt den Blick in die frühere Carolinenstraße. Foto: Simone Zeh

Greiz. Greiz verdankt seine Bezeichnung als "die Perle des Vogtlandes" der Erhaltung seiner Residenzarchitektur sowie den beeindruckenden Villen und Bürgerhäusern, welche bis heute als steinerne Zeugen die außerordentliche Wirtschaftskraft im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert dokumentieren.

Eindrucksvolle Architektur

Ihnen widmet sich die gegenwärtige Ausstellung "Greiz - Stadt der Millionäre" im Unteren Schloss: Die Mitglieder des Fotoclubs Greiz e.V. haben mit ihren Fotografien architektonische Details sowie filigrane Gestaltungselemente entdeckt und im Bild festgehalten. Ob beeindruckende Villen oder stolze Bürgerhäuser. "Sie dokumentieren bis heute als steinerne Zeugen die außerordentliche Wirtschaftskraft im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert", erklärt Museumsdirektor Rainer Koch.

Warum war Greiz so beliebt?

"Bauherren waren überwiegend Kaufleute und Fabrikanten. Oftmals gehörten zu diesen Villen große Fabriken mit mächtigen Schornsteinen, die den Ruf von Greiz als "Stadt der Stoffe" symbolträchtig rahmten.

Grundlage für diese wirtschaftliche Entwicklung bildete die eigenständige Wirtschaftspolitik des bis 1918 souveränen Landes Fürstentum Reuß älterer Linie mit der Hauptstadt Greiz." Die Industrialisierung dieser Zeit war eng mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes sowie dem beständigen Zuzug der Landbevölkerung verknüpft. Bahnhöfe und Mietskasernen entstanden.