Große Technik macht's leichter

Mühltroff Wisentatalbahnverein wieder auf Achse

Einen eigenen Schienenbus hat der Förderverein Wisentatalbahn bereits. Ein Zweiwegebagger ist hinzu gekommen. Der Förderverein Wisentatalbahn konnte diesen mithilfe eines privaten Förderers erwerben. "Der kann auf Schienen und auf der Straße fahren", erklärt Karl-Hermann Schorn, Vorsitzender des Vereins Wisentatalbahn. Die große Technik macht einiges leichter. Für den Verein sei er praktisch, um so Gleisbauarbeiten an der Strecke zu verrichten, die man sonst manuell oder mit zusätzlichen Kosten für Technik bewältigen müsste. "Der Kauf war eine gute Gelegenheit", verdeutlicht der Vereinsvorsitzende. Geholt wurde die Technik auf einem Tieflader aus Nordrhein-Westfalen, denn bei der Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern hätte man kaum die gesamte Strecke bis ins Vogtland fahrend bewältigen können. Weitere Besonderheiten des Zweiwegebaggers sind Zusatzaggregate, die das Fahrzeug universell einsetzbar machen. Einige der Vereinsmitglieder brachten bereits die Technik inzwischen auf Vordermann. Sven Lindner aus Syrau etwa brachte gelbe Farbe auf das Äußere des Fahrzeuges, und auch Karl Hermann Schorn hantierte an dem Zweiwegebagger und im Lokschuppen am Schleizer Bahnhof.

Der geplante Anhänger für den vereinseigenen weinroten Schienenbus, um die Kapazität der Fahrgäste zu erhöhen, ist nach wie vor auch noch aktuell. Der nächste Fahrtag der Wisentatalbahn mit Pendelverkehr zwischen Mühltroff und Schleiz ist aktuell am heutigen Samstag. Auch zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie eine Woche später, am Samstag, 10. Oktober, wird der Schienenbus der Wisentatalbahn im Einsatz sein. Die Triebwagen (2. Klasse) sind mit Fahrradbeförderung, Imbiss- und Getränkeangebot ausgestattet. Fahrkarten sind ohne Aufpreis im Zug erhältlich.