Grünes Licht für "ProVogtlandschaft"

Engagement Einsatz für Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft

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Sie wollen sich besonders im Verein engagieren: Korina Müller, Thomas Hohl, Henry Schneider, Jens Maul, Peter Staudt, Ute Lange, Wolfram König und Dirk Spengler (von links). Foto: Simone Zeh

Stelzen. Der Name steht fest, auch der Satzungszweck. Die Bürgerplattform "Pro Vogtlandschaft" befindet sich auf der Zielgeraden zur Vereinsgründung. Zur jüngsten Versammlung in Stelzen im Gasthaus wurden die Weichen gestellt mit dem Ziel der Vereinsgründung.

Fokus liegt auf dem Dreiländereck

Es soll um den Erhalt und die Weiterentwicklung der länderübergreifenden Natur- und Kulturlandschaft des Dreiländerecks Thüringen, sächsisches und bayerisches Vogtland mitsamt der Artenvielfalt gehen. Und damit gegen den weiteren Ausbau und die Errichtung von Windenergieanlagen und Gleichstromtrassen. Henry Schneider vom Verein Stelzenfestspiele bei Reuth: "Wenn wir dies verhindern wollen, können nur wir selbst es in die Hand nehmen." Die Politik helfe nicht dabei. Und: "Eine Chance haben wir." Ein Vogelschutzgebiet lasse sich nicht vereinbaren mit Windrädern.

Eine Gebietsabgrenzung für einen höherwertigen Vogelbestand ist das Ziel, welches man sich in der Region als Aufgabe gestellt hat. "Man kann davon ausgehen, dass es sich bei dem Gebiet um eine solches handelt", hatte Wolfgang Hahn gesagt. Der Dresdener Sachverständige hatte im Auftrag des Stelzenfestspielvereines ein fachliches Gutachten erstellt. Damit konnte der geplante Windradbau nahe Kornbach, Stelzen und Unterkoskau erst einmal gestoppt werden.

"Uns steht sehr viel Arbeit bevor"

Dirk Spengler hatte die Vereinsgründung vorbereitet. Alle 43 Personen, die zur Versammlung für einen Eintritt in den neuen Verein per Handzeichen gestimmt hatten, befürworteten zunächst für den Namen des Vereins "Pro Vogtlandschaft". Dazu den Satzungszweck: Förderverein für Landschafts- und Artenschutz des sächsischen, thüringischen und bayerischen Vogtlandes. "Uns steht sehr viel Arbeit bevor", so Henry Schneider.

Neben der Vereinsgründung mit Konstituierung und der Zuerkennung der Gemeinnützigkeit gibt es viel praktische Arbeit: "Wer Tierarten sieht, Vögel oder Fledermäuse, soll es uns melden", so Karin Hohl. "Wir müssen Daten zusammentragen, und es muss rasch gehen. Bis zum Frühling müssen wir alles zusammenhaben." Mit einem zusammenhängenden Gebiet habe man Durchschlagskraft, so Jens Maul aus Bernsgrün.