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Sachsen

Gute Frage: Sind wir besser geworden?

Bilanz Das Jahreseinkommen ist gewachsen

Plauen. 

Vor zehn Jahren: Durch Plauen ziehen Protestanten. Sie demonstrieren gegen Existenzangst und Frustration. Auf den Transparenten steht "Hartz IV ist unser Tod". Vor neun Jahren schockten dann diese Arbeitsmarktzahlen die Öffentlichkeit: Oelsnitz (16,3 Prozent), Klingenthal (16,5), Plauen (16,9), Auerbach (17,5), Reichenbach (19,7). Arbeitsamts-Chefin Helga Lutz sagte damals: "Unser größtes Sorgenkind ist die Gruppe der Jugendlichen. Hier gibt es furchtbare Zuwachsraten." Vor neun Jahren stand im BLICK: "20.840 Vogtländer suchen eine Beschäftigung." Was hat sich seither getan? Sind die Vogtländer besser geworden? Statistisch gesehen ist das wahrscheinlich. Zugleich behauptet das Wirtschaftsmagazin "Focus Money" etwas anderes: Die Bruttowertschöpfung sinkt im Vogtlandkreis Jahr für Jahr. Diese Kernzahl sagt aus, welche Wirtschaftskraft eine Region hat. München ist doppelt so stark wie das Vogtland. "Kein Wunder", sagen Wirtschaftsexperten. Dem Vogtland wurden in zwei Jahrzehnten über 20.000 Industrie-Arbeitsplätze geraubt.

Aktuell sieht es in der Region so aus: Die Arbeitslosenzahl lag im Jahr 2013 durchschnittlich unter 9.000 Menschen. Das ist vergleichsweise gut. Die Region baut mittlerweile auf den einheimischen Mittelstand. Diese Firmen bezahlen ihre Arbeiter langsam immer besser. So steht es jedenfalls im Sozialatlas. Das durchschnittliche Jahreseinkommen ist von 13.500 Euro (im Jahr 2000) über 15.000 Euro (2006) auf rund 17.500 Euro (2012) gewachsen. Lesen Sie dazu "Angemerkt". kare