Hackerangriff: Kunden von Pyur sind gefährdet

Internet Verbraucherzentrale warnt vor Missbrauch sensibler Daten

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Foto: fatesun/Getty Images/iStockphoto

Auerbach. Nach Informationen der Auerbacher Verbraucherzentrale kam es vor wenigen Tagen zu einem Hackerangriff beim neuen Anbieter Pyur. Bekannt ist das Unternehmen unter dem bisherigen Firmennamen Primacom und Tele Columbus.

Wie die Sachverständigen mitteilten, sind sensible Kundendaten gefährdet. In diesen Tagen erhalten Kunden ein Schreiben, in dem über den Vorfall umfassend informiert wird. Weil auch die Internationale Bankkonto-Nummer (IBAN) gefährdet ist, sollten Verbraucher ihre Kontobewegungen in nächster Zeit genau beobachten.

Vorsicht und Voraussicht sind geboten

Kunden der Firmengruppe wird empfohlen, diesem Rat in jedem Fall zu folgen, appelliert Beratungsstellen-Leiterin Heike Teubner. Wer sich präventiv schützen möchte, sollte die Passwörter der Konten ändern. Werden ungewöhnliche Abbuchungen bemerkt, empfiehlt die Verbraucherschützerin, sich umgehend mit der Bank in Verbindung zu setzen.

Ob gegebenenfalls Schadenersatzansprüche gegen den Anbieter selbst in Betracht kommen, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. "Dies hängt davon ab, ob der Hackerangriff vermeidbar gewesen wäre." Die Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung derartiger Angriffe müssen dem Stand der Technik entsprechen.

Laut Teubner lasse Pyur betroffenen Kunden eine Gutschrift von 50 Euro zukommen. "Sollten aber größere Schäden auftreten, ist das sicher nur ein schwacher Trost." Wer mehr Fragen rund um den Vorfall hat, kann sich an die Auerbacher Beratungsstelle Am Graben 4 (Tel. 03744 2196 41) wenden.