Harald Vitense aus Hamburg hat am 1. August im Stadtteil Wilhelmsburg Geburtstag gefeiert. Über 70 Gäste feierten mit dem Jubilar. Aus vogtländischer Sicht ist diese Nachricht erstmal völlig uninteressant. Doch der bekannteste Oberkellner der Hansestadt durfte an seinem 75. Ehrentag gleich eine ganze Armada an vogtländischen Gratulanten begrüßen. Sogar Geschäftsleitung und Marketingabteilung der Sternquell-Brauerei schickten Geschenke ins 500 Kilometer entfernte Hamburg. Aber warum?
„Ich liebe die Vogtländer“
Harald Vitense ist ein Globetrotter, der viel erlebt und unglaublich viele Freunde hat. Harald hat als Kind der HSV-Fußballlegende Uwe Seeler in Norderstedt jeden Früh die Milch gebracht, um sich ein paar Pfennig Taschengeld zu verdienen. Harald war lange Zeit Seefahrer, bevor der gelernte Koch und Hotelfachmann in die Gastronomie wechselte, wo er letztlich im legendären Restaurant „Zum Nagel“ am Hamburger Hauptbahnhof anheuerte. Genau hier ist er zur Kultfigur geworden. Und im Nagel besuchen ihn inzwischen über 30 Vogtländer regelmäßig. „Ich liebe meine Leute aus Plauen, Syrau, Auerbach und Klingenthal“, sagt Harald. Aber warum?
Viele Vogtländer sind Stammgäste im Hamburger Kultrestaurant
Harald liebt Weihnachtsmärkte. Ganz Deutschland hat er schon besucht. „In Plauen habe ich mich sofort zu Hause gefühlt. Das sind so tolle Menschen im Vogtland, die mag ich einfach“, erzählt der Fußballfan, der sogar Mitglied beim VFC Plauen geworden ist. Im Laufe der Zeit hat er ganz viele Freundschaften zu Vogtländern aufgebaut. Der Oberkellner liebt den FC St. Pauli und freut sich mit dem HSV. Die Fanclubs aus dem Vogtland - der HSV Fanclub Vogtland und die Jungs von „De Dalg‘n Vogtland St. Pauli“ - sind Stammgäste im Lokal. Und Harald „mag das Plauener Bier so gerne. Da freue ich mich immer, wenn ich was mitgebracht bekomme.“ Zum 75. Geburtstag gab es deshalb eine tolle Überraschung.
Ein eigenes Etikett
Auch Sternquell-Geschäftsführer Jan Gerbeth und Marketingleiter Thomas Münzer hatten sich zum Geburtstag etwas einfallen lassen. „Weihnachtsmarktbierkrüge, leckeres Bier aus Plauen und diese mega geile Zwei-Liter-Flasche mit eigenem Etikett. Ich freue mich riesig. Dankeschön“, jubelte Harald. Kathlen Etzold und Sven Reichelt kamen mit dem Wohnmobil aus Auerbach an. Thomas Krippgans aus Plauen reiste mit der Bahn an. Und Doris Vitense - die Ehefrau von Harald - freute sich auch über Sandra Repert aus Plauen, die mit Vogtland-Präsentkorb für Freude sorgte.
Herzliche Grüße ins Vogtland
Harald Vitense schickt heute via blick.de herzliche Grüße ins Vogtland: „Meine Freunde in Markneukirchen, Klingenthal, Plauen, Reichenbach, Plauen, Theuma uns sonst noch wo: Ich bedanke mich sehr für die Glückwünsche. Wir sehen uns bei euch zu Hause oder in Hamburg im Nagel. Ihr seid immer herzlich willkommen.“ Übrigens ist Harald Vitense auch in anderen Regionen Deutschlands sowie in Dänemark und Schweden beliebt. Frankfurt/Main, Magdeburg, Gera, Rosenheim. Von überall kam Besuch. Mit dieser Liebenswürdigkeit schicken Harald und Doris heute vom „Tor zur Welt“ einen Gruß an alle Vogtländer: „Lasst uns für den Frieden kämpfen, unsere Freundschaften leben und an das Gute glauben. Euer Harald und eure Doris.“
Zur Person
Harald Vitense hat als Oberkellner inzwischen quasi einen eigenen Fanclub. Er kellnert seit 39 Jahren in der legendären Traditionsgaststätte Nagel gegenüber vom Hamburger Hauptbahnhof. Im Jahr 2021 wurde er als „Mitarbeiter des Jahrhunderts“ von der Hamburger Morgenpost prämiert. Regelmäßig ist Harald Vitense in den Medien präsent. Mehrere Fernsehsender - auch aus dem Ausland - haben bereits Beiträge über das Hamburger Original ausgestrahlt. „Harald und Doris schließt man einfach sofort ins Herz“, schwärmt Thomas Krippgans aus Plauen, der inzwischen auch in Rosenheim zu Hause ist, von seinen Freunden aus Hamburg. Harald Vitense hat übrigens im Restaurant „Zum Nagel“ auch schon für das Wichern Haus (Kinderheim) in Auerbach Spenden gesammelt und fast 500 Euro ins Vogtland geschickt. „Den Spendenlauf von Ultra-Wander-Weltmeisterin Christin Ziehr, den finde ich ganz toll. Das muss man einfach unterstützen“, findet Harald. (kare)
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