Hauptmannsgrün im 650-Jahr-Festfieber

Freizeit Ein Ort dekoriert sich mit kreativen Strohfiguren

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Hans und Seppel heißen die beiden Rinder an der Straße, ausgestattet mit einem gewissen Niedlichkeitsfaktor. Foto: Simone Zeh

Hauptmannsgrün. In dem Ort ist man ganz auf die 650-Jahrfeier eingestellt. Viele bunte Wimpelketten schmücken die Häuer und flattern lustig im Wind. Und der Ort scheint derzeit eine ganze Menge mehr Einwohner zu haben als sonst, denn überall kann man lebensgroße Strohfiguren entdecken, die auf das große Fest hinweisen. Kommt man aus Richtung Waldkirchen nach Hauptmannsgrün, grüßt am Orteingang ein strohiges Bauernpaar auf einem ebenso strohigen Traktor.

Hans und Seppel laden zum Fest ein

Er sitzt am Lenkrad, sie macht eine galante Figur auf dem Rad (aus Stroh). Auf der anderen Straßenseite werden die Besucher und Vorbeifahrenden von zwei Strohrollen mit davor sitzenden Strohfiguren zur 650-Jahrfeier und zum Schulfest willkommen geheißen. Fährt man in Richtung Neumark, machen zwei überdimensionale, trotzdem schnuckelige Rinder mit einem gewissen Niedlichkeitsfaktor, natürlich auch aus Stroh, aufs große Ereignis im Ort aufmerksam. Die beiden Rinder tragen sogar ordnungsgemäß Ohrmarken. Diese verraten die Namen der beiden, nämlich Hans und Seppel, sowie das Festdatum 1. bis 3. September.

Humorvolle Kritik

Keine Frage, das sind ganz besondere Registriernummern, die sonst kein Rind hat. Wodurch die beiden natürlich eindeutig identifizierbar sind ... Viele Hauptmannsgrüner haben schon fleißig gebastelt und waren kreativ, wobei auch ein bisschen Kritik auf humorige Art gezeigt wird. Deutlich wird das etwa, wenn die Einwohner ihren Bäcker vermissen. Die beiden Frauenfiguren vor dem geschlossenen Laden sind sich einig, dass ein neuer Bäcker gebraucht wird. "Oh Schreck, oh Schreck, der Bäck is weg", meint die eine.

Zwei Feuerwehrfrauen indes sitzen gemütlich bei einem Gläschen Sekt. Vor der Festscheune harrt eine Familie mit zwei Kindern der Ereignisse. Ein anderes Paar sitzt mit Kinderwagen gemütlich vor dem Haus und scheint auf den großen Festumzug am Sonntag, 3. September zu warten. Denn dieser wird dem dreitägigen Fest neben all den anderen Attraktionen sicher die Krone aufsetzen.