Heimat- und Ruinenfest Elsterberg fällt ins Wasser

Entscheidung Bausituation ist zu prekär

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Auch die Trachtengruppe Elsterberg wollte beim Traditionsfest dabei sein. Foto: Thomas Voigt

Elsterberg. Was viele befürchtet haben, ist nun eingetroffen. Das Heimat- und Ruinenfest muss ausfallen. Diese Entscheidung trafen die Stadträte zu ihrer jüngsten Sitzung. Grund sind Sicherheitsbedenken im Areal der Burgruine. Eigentlich hatten die Räte noch bis zuletzt daran geglaubt, die Probleme bis zu den Feierlichkeiten im August in den Griff zu bekommen. Als kürzlich noch mehr Schäden an der Umfassungsmauer des Elsterberger Wahrzeichens entdeckt wurden, zerschlugen sich diese Hoffnungen.

Bauzeit würde zu knapp werden

Zu prekär sei die Lage, schätzten die Entscheidungsträger die Situation ein. Selbst wenn man alle Hebel für die Notsicherung in Bewegung gesetzt hätte, wäre die Zeit bis zum Fest sehr knapp geworden. Die Sachverständigen sind von mindestens vier Monaten Bauzeit ausgegangen. Unvorhersehbare Überraschungen hätte es bei dieser engen Zeitschiene nicht geben dürfen. Auch die Festausrichter vom Heimatverein wären ein hohes finanzielles Risiko eingegangen. Hintergrund sind Vorverträge für bestimmte Veranstaltungen.

Die gute Nachricht: Aufgrund der aufgetretenen Schäden im Mauerwerk legte das Landesamt für Denkmalpflege noch einmal nach. Demnach fließen für Sanierungszwecke rund 105.000 Euro Fördermittel. Für die anstehenden Maßnahmen muss die Stadt etwa 30. 000 Euro selbst aufbringen. Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) erklärte, dass er die Dinge vor Ort so schnell wie möglich vorantreiben will. Wann das alle vier Jahre stattfindende Fest nachgeholt wird, steht in den Sternen. Die Stadt hatte dafür 45. 000 Euro in den Haushalt eingestellt.