Herlasgrüner Verein formiert sich neu

Engagement Andreas Rosenkranz neuer Vorsitzender

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Die Vereinsvorstände Mirko Kutzer, Ivonne Strauß, Andreas Rosenkranz, Heiko Lang und Florian Neumerkel (v.li.) loten im Herlasgrüner "Landgasthof Frohsinn" neue Ziele aus. Foto: Thomas Voigt

Herlasgrün. Eigentlich hatte der Verein zum Erhalt des Naturraumes Talsperre Pöhl bereits seine Aufhebung beschlossen. Doch die vom Vogtlandkreis und der Gemeinde ins Auge gefasste Planung eines möglichen Gewerbegebietes in Herlasgrün bewog die Mitglieder zur Umkehr.

Vor wenigen Tagen wählten die Mitglieder im Herlasgrüner "Landgasthof Frohsinn" einen neuen Vorstand. Andreas Rosenkranz ist ab sofort neuer Vorsitzender. Er tritt die Nachfolge von Frieder Neumerkel an. Auch Aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit wollen die Mitglieder des 1993 gegründeten Vereins die planerischen Entwicklungen in der Ortslage aufmerksam verfolgen und neue Ziele abstecken.

Zeit für klare Strukturen

"Wir müssen klare Fronten definieren", appellierte Vorstandsmitglied Heiko Lang an seine Mitstreiter. Aus seiner Sicht ist es fraglich, ob gewerbliche Ansiedlungen für den hiesigen Arbeitsmarkt überhaupt etwas bringen. Schon heute kämen jede Menge Pendler unter anderem aus Richtung Tschechien ins Billiglohnland Vogtland.

Im Fokus stehen zudem der zunehmende Verkehr an der Bundesstraße und das Thema Elektrosmog rund um das Herlasgrüner Umspannwerk. Künftig wolle man sich in unregelmäßigen Abständen treffen. In der Vergangenheit kämpfte der Verein erfolgreich gegen den geplanten Gesteinsabbau in Herlasgrün (Tännicht).

Als das giftige Material PCB (Polychlorierte Biphenyle) auf der Erdstoffdeponie des Hartsteinwerks im alten Steinbruch unweit der Talsperre Pöhl gefunden wurde, setzte sich Verein hartnäckig für einen schnellen Abtransport des Giftmülls ein. Mit dieser Entschlossenheit wolle man auch in Zukunft handeln.



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