Hermann-Vogel-Haus lockt ins Burgsteingebiet

freizeit Der Ausflugstipps für alle Kurzentschlossenen

Krebes. Wanderer und Spaziergänger lieben die urwüchsige Landschaft rund um den Burgstein. Zwischen Krebes und Ruderitz sieht man schon weitem die spätmittelalterlichen Kirchenruinen, Wege führen direkt hinauf. Nicht weit davon entfernt gibt es, versteckt in der Landschaft liegend, noch ein Kleinod, welches es entdecken gilt. Das Hermann-Vogel-Haus nahe Krebes hat jetzt wieder geöffnet, vorerst freitags bis sonntags sowie an Feiertagen, von 10 bis 16.30 Uhr, kann man sich auf die Spuren des vogtländischen Malers begeben. "Ab 1. Juli ist das Hermann-Vogel-Haus auch donnerstags wieder für Besucher geöffnet", sagt Martin Salesch vom Vogtlandmusem Plauen. Das Krebeser museale Haus ist eine Außenstelle des Vogtlandmuseums.

Hermann Vogel gilt bis heute als eine schillernde Persönlichkeit, hatte viele Facetten. Und einen galligen Humor. Er war Maler, Poet und humoristischer Illustrator. Seine Bilder lassen die Heimatliebe und Naturverbundenheit des Künstlers spüren. Bekannt von Vogel sind seine Märchenillustrationen für die "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm und seine satirischen Grafiken für die Fliegenden Blätter.

Hermann Vogel wurde am 16. Oktober 1854 in Plauen geboren. Der erste Lehrmeister des Autodidakten soll der Vater gewesen sein. Er brach ein Jura- und dann ein Kunststudium in Dresden ab. Im Jahr 1887 errichtete er sich zunächst in Loschwitz ein Haus, um der Kunstmetropole Dresden nah zu sein. Doch ihn zog es zurück in die Heimat. In den frühen 1890-er Jahren entstand sein zweiter Wohnsitz mit Atelier nahe Krebes und des sagenumwobenen Burgsteins. Es wurde zum Hauptsaufenthaltsort des Malers, der hier 1921 starb.

Erst in den 1990-Jahren wurde das Künstlerhaus saniert, da Krebes zu DDR-Zeit im nicht begehbaren Grenzgebiet lag. Heute beherbergt es neben der sehenswerten Ausstellung auch eine Ferienwohnung. Der malerische Garten mit vielfältiger Flora lässt sich außerdem erkunden.