Herzlichen Glückwunsch, Bernd Märtner!

Rekordwahl Alle Vorstände des SV 04 Oberlosa ohne Gegenstimme gewählt

Plauen. 

Plauen. Mit dem besten Wahlergebnis aller Zeiten haben 117 Wahlberechtigte den neuen Vorstand des SV 04 Oberlosa in die Zukunft geschickt. Ohne jedwede Gegenstimme startet das Gremium in die vielleicht entscheidenste Epoche der 116jährigen Vereinsgeschichte. Nach drei Stunden endete die Tagung mit einem Hammerrekord.

Vereins-Chef Prof. Dr. Bernd Märtner feiert am heutigen Sonntag seinen 57sten Geburtstag und der Frontmann wurde letzten Freitag erneut in seinem Amt bestätigt. Damit geht die Ära Märtner, die 1996 begann, in ihr 25stes Jahr. Bisheriger "Rekordhalter" als Vorsitzender war Arno Heyer (1909 bis 1933), der einst nach 24 Jahren Amtszeit zurücktrat, als die Nazis in Deutschland die Macht übernahmen.

An die Seite Bernd Märtners stellten die Mitglieder einen neuen "Vize". Christian Huster (37) stammt aus der Abteilung Tanz & Aerobic und der Plauener wurde gerade erst zum frischgebackenen Direktor des IFA Ferienpark "Hohe Reuth" in Schöneck berufen. Oliver Raithel kann das Amt aus beruflich-privaten Gründen nicht mehr ausüben.

Oberlosa peilt 1.000 Mitglieder an

Finanzvorstand Maik Helten hat die schwierigste Aufgabe aller Vorstände zu bewältigen. Denn der SV 04 Oberlosa hat nach zwei Rekordjahren in Folge mit jeweils 700.000 Euro Umsatz seit über drei Monaten keine Einkünfte aus dem Spielbetrieb mehr verbuchen können. "Wann wir wieder Handballspiele erleben und wann Zuschauer zugelassen sind, wissen wir aktuell überhaupt nicht. Wir werden aber auch die Coronakrise überstehen", wirkte der Finanzvorstand trotz aller Sorgen optimistisch.

Um noch stabiler dastehen zu können und um künftig mehr Gehör in Sachsen zu gewinnen, soll die Mitgliederzahl von derzeit 714 auf 1.000 ausgebaut werden. Zum Vergleich: Vor 20 Jahren hatte der Plauener Verein 300 Mitglieder.

Spatenstich für neue Sportarena: Frühjahr 2021

Sportbürgermeister Steffen Zenner hatte in seiner Begrüßungsrede in der Kurt-Helbig-Halle den gespannten Zuhörern verraten: "Am 7. Juli soll der Stadtrat die entsprechenden Entscheidungen treffen, damit im Frühjahr 2021 der Spatenstich zum Bau der neuen Sportarena erfolgen kann." Die neue Halle soll 15 Millionen Euro kosten und 2.000 Zuschauern platz bieten.

Mit der Fertigstellung ist 2024 zu rechnen. Die Betriebskosten liegen bei 350.000 Euro pro Jahr. Was in den Abteilungen Handball, Volleyball sowie Tanz & Aerobic künftig noch passiert, darüber berichtet der BLICK in der kommenden Woche hier bei BLICKonline.