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Heute vor 20 Jahren endete die Ära Frank Papritz!

Fussball Der VFC Plauen war 1999 auf Platz 53 in Deutschland

Plauen. 

Plauen. Genau vor 20 Jahren ging beim VFC Plauen eine Ära zu Ende. Der Verein spielte seinerzeit in der 3. Liga, sie hieß damals noch Regionalliga. Cheftrainer Frank Papritz hatte seine Mannschaft nicht nur zum Sachsenpokalsieg gegen Erzgebirge Aue geführt. Der VFC Plauen wurde 1998/1999 auch Fünfter in der Endabrechnung. Hinter den Vogtländern drängelten sich in der Tabelle Union Berlin, Carl Zeiss Jena, Rot-Weiß Erfurt, Dynamo Dresden und Sachsen Leipzig.

Nie zuvor und danach erlangte der VFC in Deutschland mehr Aufmerksamkeit. Die Spitzenstädter rangierten damals im Quervergleich der drei höchsten Ligen auf Platz 53 der besten Clubs der Bundesrepublik. Zum Vergleich: In Deutschland wurde 1999 in über 25.000 Vereinen Fußball gespielt.

Von seinen Aufgaben entbunden

Im folgenden Spieljahr holte der VFC Plauen am 31. Oktober 1999 einen Punkt beim VfB Leipzig (2:2), dem Nachfolger und Vorgänger des 1. FC Lok Leipzig (der Verein wurde 2003 wieder in Lok umbenannt). Doch nur zwei Wochen später - am 16. November 1999 - wurde Cheftrainer Frank Papritz von seinen Aufgaben entbunden, weil die damalige Vereinsführung nicht mehr an die Qualifikation für die neue Regionalliga glaubte. So verlor der VFC Plauen den statistisch gesehen besten Trainer der Vereinsgeschichte.

Der Erfolgstrainer hat Post bekommen

Der VFC Plauen und der BLICK haben ihm geschrieben: "Wir, die Nachfolgegeneration, möchten heute an diesen großen Fußballtrainer unserer Stadt erinnern und ihn von dieser Stelle aus herzlich grüßen." Die Überraschung war groß. Am Sonntag kommt es im Vogtlandstadion zum großen Sachsenpokalspiel zwischen dem VFC Plauen und dem 1. FC Lok Leipzig. Anstoß ist 13 Uhr! Dort finden dann alle Sammler die hier veröffentlichten Fotos (siehe Bildergalerie) von damals im Programmheft. VFC-Präsident Thomas Fritzlar verrät: "Wir hatten vor einigen Wochen begonnen, uns in Ruhe damit zu befassen, wie der VFC mit seiner unglaublich tollen Geschichte umgehen sollte. Ganz vorne stehen Männer wie Frank Papritz!"

Dieser Mann hat Geschichte geschrieben

Frank Papritz (64) lebt auch heute noch in Plauen. Der Berufsschullehrer wurde 1993 aus Hoyerswerda geholt, um im Vogtlandstadion etwas Großes aufzubauen. Er brachte fünf Spieler aus "Hoywoy" mit, arbeitete tagtäglich wie ein Besessener für den VFC und seine Jungs bezwangen im Laufe der Zeit in Freundschaftsspielen sogar Vereine wie Arminia Bielefeld (3:0) und den TSV 1860 München (3:0). In der 1. Runde des DFB-Pokals wurde Alemannia Aachen (1:0) aus dem Wettbewerb gekickt. Es war der pure Wahnsinn! Die VFC-Fans riefen heute wie damals: Danke Frank Papritz!