Hier feiert ganz Klingenthal

Livemusik Nächster Höhepunkt kommt aus Thüringen ins Gambrinus

Was heutzutage in der Gesellschaft nicht mehr funktioniert - in Klingenthal klappt das. Dort feiern wahrhaftig noch die Jungen mit dem Mittelalter. Und das ganz ohne staatlich inszenierte Programme. Das heute kurz vorgestellte Mehr-Generationen-Haus heißt "Gambrinus". Es war schon zu DDR-Zeiten angesagt. Nur hieß die "Hütte" damals noch "Kulturhaus Maxim Gorki". Bis heute sagen die Obervogtländer deshalb zu diesem Partytempel schlicht und einfach "Maxim". Hier war auch Tino Süß viele Jahre Stammgast. Der 45-Jährige erinnert sich: "Als meine Vorgänger das Handtuch warfen, hatte unsere Stadt den Freunden der Livemusik kaum noch etwas zu bieten." Vor anderthalb Jahren fasste dieser Mann Mut und eröffnete mit seiner Frau Anett das "Gambrinus" - wie es nach der Wende hieß - neu. Seine Bilanz nach 18 Monaten fiel gestern "sehr positiv aus. Unser Musiktempel hat sich etabliert", freut sich der neue Betreiber. Zurückblicken ist aber gar nicht so das Ding des ehemaligen Programmierers, der für das "Maxim" einen festen, sicheren Job aufgegeben hatte. "Am kommenden Samstag feiern wieder vier Musikgenerationen bei uns", hofft Tino, dass sich ab 21 Uhr neben dem 500-Leute-Saal auch die Galerie richtig gut füllt. Der große Andrang wird ausgelöst durch die thüringische Band "G-Punkt". Die fünf Rocker mit Frontfrau "Cat" an der Spitze spielen unter dem Motto "Rock meets House/Electro" sogar aktuelle Chartnummern und covern jede Menge Klassiker. "Die Truppe peppt vier Jahrzehnte Musikgeschichte auf", verspricht Tino Süß, der die Pausenversorgung dem DJ Laroo überlässt. Karten gibt es im Vorverkauf ab Mittwoch in der Haifischbar des Gambrinus verbilligt. Vormerken darf sich das Publikum bereits die Live-Auftritte von Zeitsprung (25.1.) und High Voltage (12.1.)