Hier schmeckt nichts nach 08-15

Bauernmarkt Qualität aus elf Ländern zu fairen Preisen

hier-schmeckt-nichts-nach-08-15
Die Polen haben die Herzlichkeit im Blut und noch 20 andere, leckere Wurstsorten dabei. Foto: Karsten Repert (Archiv)

Plauen. Die Botschafter des guten Geschmacks sind da. Plauen freut sich ab Samstag zum 22. Europäischen Bauernmarkt auf tausende Kunden. Die rennen den 70 Direktvermarktern wahrscheinlich die Buden ein.

Den Grund dafür kennt Chef-Organisator Michael Bretschneider: "Diese Erzeugnisse sind nicht unter dem wahnsinnigen Preisdruck der Discounter entstanden. Hier gibt es Qualität aus elf Ländern. Zu fairen Preisen." Klar, der Bauernmarktbesucher bekommt in der Festhalle des Möbelhauses Biller keine Superschnäppchen. "Dafür aber schmeckt hier nichts nach 0815 und der Verkäufer weiß sogar ganz genau, was drin ist in meinem Essen. Das ist im Supermarkt in dieser Form wohl eher nicht der Fall", lacht Kathrin Feustel aus Oelsnitz.

Sie ist Stammgast und hat "festgestellt, dass jedes Jahr mehr Leute kommen." Stimmt. Der Verein Vogtländischer Bauernmarkt e.V. zählt jedes Jahr mit. Vereins-Chef Bretschneider schwärmt: "Es ist ein Wahnsinn. Wir könnten diesmal sogar an der 40.000er Marke kratzen."

Die meisten Landwirte und Direktvermarkter haben die letzten zwei Wochen nur für Plauen produziert. 70 Händler sind angereist. Sie kommen aus Frankreich, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Griechenland, Tschechien, Italien, Polen, Ungarn, Kroatien und Deutschland. Der 22. Europäische Bauernmarkt ist restlos ausverkauft.

Etwa 30 europäische Regionen kann man kosten. Geöffnet hat der Europamarkt in der Biller-Festhalle vom 4. bis zum 11. März täglich von 10 bis 18 Uhr. Appetit holen können sich die Vogtländer aber bereits vorab am heutigen Freitag in den Kolonnaden (15 Uhr) und danach in der Stadt-Galerie (15.30 Uhr).

Hintergrund: Ganz viele der 285.000 Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland klagen. Manche mussten Umsatzeinbrüche von 40 Prozent hinnehmen. Die Zahl der Direktvermarkter ist bundesweit auf 14.500 gestiegen. Die Nachfrage nach unbehandelten landwirtschaftlichen Erzeugnissen wird immer größer.