Hier stand das erste Plauener Theater

Förderverein Gedenktafel schmückt die Böhlerstraße

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Lutz Behrens vom Theaterförderverein hatte die Idee zur Gedenktafel. Foto: Thomas Voigt

Plauen. An dieser Stelle unweit vom Weisbachschen Haus fährt Lutz Behrens öfters mit dem Rad vorbei. Der ehemalige Vorsitzende des Theaterfördervereins, regte die Idee an, anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Fördervereins eine Gedenktafel an der Böhlerstraße anzubringen.

An diesem Ort wurde im Mai 1834 das "Gösselsche Theater" eröffnet. Benannt wurde es nach seinem Erbauer Ernst Wilhelm Conrad Gössel. Das Haus gilt als erster Musentempel der Spitzenstadt. Im Vorfeld recherchierte der Theaterfreund in alten Zeitschriften und Theaterdokumenten.

Die Geschichte lauert hinter dichtem Grün

Nach dem Abriss des Gebäudes errichtete Ernst Heinrich Löbering an gleicher Stelle das nach ihm benannte "Löberingsche Theater." Dort hob sich im März 1848 zum ersten Mal der Vorhang. Nicht einmal 50 Jahre später wurde es durch eine feuerpolizeiliche Verfügung 1891 wieder geschlossen.

Längst sind die Mauerreste von dichtem Grün überwuchert. Wer genau hinschaut, kann noch etwas davon erahnen. Heute kann man die historischen Bezüge auf der Tafel nachlesen. Die ersten Reaktionen darauf ließen nicht lang auf sich warten. "Die Leute sind sehr erstaunt", berichtete Behrens. Viele Plauener und kulturinteressierte Gäste hätten nicht gewusst, dass an diesem Weg der Vorgänger des heutigen Vogtland-Theaters stand.