Hilfe für gestrandeten Zirkus

Aktuell Weihnachtsmann und Clown bitten die Vogtländer um Hilfe

Plauen/Pausa . Weihnachtsmann und Clown sieht man derzeit gemeinsam in der Plauener City stehen. Beide bitten die Vorübergehenden um Geldspenden, wollen aufmerksam machen auf den Zirkus Renz. Der steht mit seinen Wagen in Pausa. "Hier hatten wir unsere letzten Vorstellungen vor dem Winter", erzählt Tamara Renz vom Familienzirkus. Es sei nicht besonders gut gelaufen. Eigentlich wollte man dann ins Winterquartier nach Zwickau. "Aber das hätten wir nicht bezahlen können." So sei man in Pausa geblieben. "Den Bürgermeister haben wir informiert. Wir werden hier geduldet" Zwei Monate seien es, die man überbrücken müsse. Zeit, in welcher die Tiere versorgt werden müssen. Und die gesamte Familie. "Bei uns gehören alle dazu", sagt Tamara Renz. "Das jüngste Kind kommt im Januar zur Welt. Kiamo und Olendo sind zwei Jahre alt." Drei der acht Kinder besuchen die Pausaer Grundschule. Zum Zirkus Renz zählen auch Vierbeiner. Sie befinden sich in einem Zelt auf dem Gelände. "Wir haben fast 25 Tiere", sagt Alfons Renz, der Kopf der Zirkusfamilie. Er zeigt die vier Kamele. "Denen ist es jetzt eigentlich noch zu warm. Sie mögen es kalt", sagt er, während die zahmen Tiere Stroh und Heu vom Boden klauben. "Sie brauchen jeden Tag einen Rundballen. Und viel Wasser." Wichtig sei aber auch Kraftfutter. Genauso wie dieses die 16 Pferde benötigen. Zum Zirkus gehören auch Lama Pedro und drei Hunde. "In Pausa die Leute sind nett", so Tamara Renz. Hier habe man auch Futterspenden bekommen. Ansonsten müsse man Stroh- und Heuballen zu je 30 bzw. 15 Euro von den Agrarbetrieben kaufen. Wer preisgünstig eine Halle zur Verfügung stellen kann, die Zirkusfamilie sucht ein Winterquartier. Futter und Geldspenden können in die Selbitzer Straße in Pausa gebracht werden, wo man auch die Tiere streicheln darf.