Historische Kostbarkeiten

Weihnachtsschau Vogtlandmuseum "Von Andreasabend bis Zuckermännle"

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Katrin Färber (l.) und Dr. Gabriele Buchner zeigen ein besonderes Ausstellungsstück: An dieser mondänen Puppenküche spielten einst die Kinder eines Plauener Kaufmannes in der Weihnachtszeit. Foto: E-PR

Pünktlich nach dem Ewigkeitssonntag hat auch in diesem Jahr wieder die beliebte Weihnachtsschau im Vogtlandmuseum eröffnet. Seit Mittwoch kann man die Exposition bestaunen, die federführend von Katrin Färber und Horst Fröhlich gestaltet wurde. Am 1. Adventssamstag wurde die Ausstellung mit einer Vernissage offiziell eröffnet. Sie steht heuer unter dem Titel "Von Andreasabend bis Zuckermännle" - und lehnt sich dabei an das gleichnamige Büchlein an, das pünktlich zur Weihnachtsschau durch den Verein "Freunde und Förderer des Vogtlandmuseums" eine zweite Auflage erlebt und sich mit Objekten im Museum und den zugehörigen Weihnachtsbräuchen beschäftigt. "Rund 30 fleißige Leute haben dieses Jahr geholfen, die Ausstellung aufzubauen", freut sich Museums-Urgestein Dr. Gabriele Buchner.

Es gibt diesmal nicht nur Einblicke in die vogtländische Weihnachtswelt sondern auch in mannigfaltiger Form weihnachtliche Schnitzkunst zu bestaunen. Ein echter Hingucker ist dieses Jahr eine historische Pyramide mit Schnurantrieb des ehemaligen Spitzenentwerfers Bruno Ring aus Treuen. "Lange Jahre stand das Objekt in desolatem Zustand in unserem Depot.

Mit Spenden des Fördervereins und Fördermitteln konnte die Pyramide saniert werden", erzählt Gabriele Buchner. Zu sehen sind auch vogtländische Originale, wie Moosmaa und Wattefrau. Auch das 500 Jahre alte Bornkinnel aus der St. Johanniskirche wird wieder ausgestellt.

Ein spezieller Raum widmet sich der Geschichte von Laura Schmidt, später Goesmann, die vor Jahrhunderten in den heutigen Museumshäusern lebte. In den Räumen der einstigen Bauernstuben sind nun historische Möbel aus dieser Zeit - authentisch aus dem Erbe des Hauses - zu bestaunen. Im Sonderschau-Bereich des Museums werden Plakate von fast allen Weihnachtsschauen im Museum seit 1956 gezeigt - eine interessante Zeitreise!