Hobby-Astronom kommt den Sternen näher

Expedition Reise ins zweite Stockwerk der Erdatmosphäre

Rodewisch. 

Rodewisch. Sternwarten-Leiter Olaf Graf liebt die unendlichen Weiten. Gemeinsam mit Kollegen aus dem Bundesgebiet zieht es ihn zum Jahresbeginn zu einer Fortbildungsreise nach Chile. Dort stehen bekanntlich die größten Teleskope der Erde. "Wir werden die Gelegenheit haben, den Nachthimmel der südlichen Hemisphäre zu beobachten." Unter anderem ist ein Besuch in der Europäischen Südsternwarte geplant.

Mitte Februar steht ein weiterer Expeditions-Höhepunkt im Terminkalender des Hobby-Astronomen. Als zweiter Sachse überhaupt darf er an einigen Forschungsflügen des SOFIA-Stratosphären-Observatoriums teilnehmen. "Dazu werde ich nach Kalifornien fliegen", verriet Graf. Bei diesem Projekt handelt es sich um ein fliegendes Teleskop, das die NASA gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt für Infrarot-Astronomie entwickelt hat. Dafür wurde an Bord einer umgebauten Boeing ein Spiegelteleskop installiert.

Beobachtet wird der Sternenhimmel aus einer Höhe von zwölf bis zu 14 Kilometern. Neben der Vorfreude auf dieses Abenteuer blickt der gelernte Pädagoge zufrieden auf das abgelaufene Jahr. Es sei eines der erfolgreichsten in der jüngeren Geschichte der Sternwarte gewesen. Rund 18.000 Besucher kamen zu Veranstaltungen ins Gelände an der Rützengrüner Straße. Die meisten Gäste schauten sich Vorführungen im Planetarium an. Am 30. Januar startet dort das neue Programm "Die Sonne - unser Lebensstern" mit turbulenten Bildern von der Sonnenoberfläche.