• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Hochbaum gegen Griechenland-Finanzhilfe

Abstimmung Vogtländsicher Bundestagsabgeordneter lässt sich von Gewissen leiten

Plauen. 

Der Bundestagsabgeordnete Robert Hochbaum hat erneut gegen weitere Finanzhilfen für Griechenland gestimmt. Der 61-Jährige kündigte das bereits vor der Sondersitzung und Abstimmung des Deutschen Bundestages an. Der CDU-Politiker teilt dem BLICK im Nachgang mit: "Ich habe mich auch diesmal bei der Abstimmung von meinem Gewissen leiten lassen. Leider ließ die Umsetzung der griechischen Reformpolitik in den letzten Monaten nicht erkennen, warum die europäischen Staaten weiter für Stabilitätshilfen eintreten sollen." Bereits im Juli hatte der vogtländische Direktkandidat den "Stabilitätshilfen zugunsten Griechenlands" seine Gefolgschaft verweigert. Angst vor den Konsequenzen, die im Politikgeschäft "Abweichlern" drohen, hat Hochbaum nach eigener Aussage keine. Er bleibt bei seinem Standpunkt: Hochbaum ist gegen weitere Transferzahlungen in Milliardenhöhe an die Helenen. "Auch weitere Zusagen aus Griechenland konnten mich nicht überzeugen", begründet der in Pforzheim geborene Wahl-Vogtländer. "Die neuen Zusagen stehen, wie auch schon bisher, nur auf dem Papier", fehlt Robert Hochbaum der Glaube an die griechischen Versprechen. Mit Blick auf die Zukunft sorgt sich der Abgeordnete: "Aus meiner Sicht haben diese Hilfsmaßnahmen sogar das Potential, Europa zu spalten. Länder wie Spanien oder Portugal, die sich auf einem harten Sparkurs befinden, könnten sich fragen, warum Griechenland eine Sonderrolle zukommt und nicht auch sie weitere Hilfen erhalten." Robert Hochbaum war 1991 mit dem Fall der Mauer ins Vogtland gezogen. Der Diplomverwaltungswirt übernahm als Leiter des Arbeitsamtes in Auerbach ein schwieriges Amt. 2002 zog Hochbaum dann erstmals in den Bundestag ein. "Ich bin als direkt gewählter Abgeordneter des Vogtlands stets mit den Sorgen und Nöten der Bürgerinnen und Bürger vertraut. Ich weiß, dass es auch bei uns Menschen gibt, die finanziell nicht gut gestellt sind", schreibt der dreifache Familienvater und er meint abschließend: "Wenn ich über Milliardenpakete abstimmen muss und erfahre, dass ein Rentner in Griechenland durchschnittlich mehr Geld erhält, als jener in Deutschland - und das auch noch durch die Hilfszahlungen zum großen Teil von uns finanziert wird - kann ich dies nicht weiter unterstützen." kare



Prospekte