Hochbetrieb in der Beratungszentrale

Bilanz Auerbacher Verbraucherschützer sind mehr denn je gefragt

Auerbach. 

Auerbach. In den Beratungsräumen der Auerbacher Verbraucherzentrale herrscht weiterhin Hochbetrieb. Beratungsstellen-Leiterin Heike Teubner und ihr Team zogen für das abgelaufene Jahr Bilanz.

Rund 14.350 Verbraucher wendeten sich 2018 an die Mitarbeiter der Beratungsstelle Am Graben. Im sachsenweiten Vergleich ist das hinter Leipzig und Dresden der dritthöchste Wert, weiß Teubner. "Das zeigt mir, dass uns die Bürger viel Vertrauen entgegenbringen." Fast 2000 persönliche Beratungen stehen im zurückliegenden Jahr zu Buche. Aufreger des Jahres war die Kündigungswelle von Langzeitsparverträgen der Sparkassen. "Rund 400 Verbraucher haben sich durch unsere Sachverständigen Gutachten erstellen lassen." Das Thema beschäftigt die Verbraucherschützer bis heute.

Betrügern und Schwindlern auf der Spur

Innerhalb der Rechtsberatung nahmen Beschwerden zu Schlüsseldiensten einen vorderen Rang ein. Einer Treuenerin blieb die Luft weg, als sie für 20 Minuten Dienstleistung einen Betrag von 1400 Euro in Rechnung gestellt bekam. Alle Klagen gegen die Schlüsseldienste wurden laut Teubner gewonnen. Allerdings entzogen sich die meisten unseriösen Anbieter der Rechtsdurchsetzung.

Für große Verärgerung sorgten zudem unerklärlichen Forderungen von Inkassobüros, angebliche Telefonsex-Verträge sowie Gewinnversprechen. Zugenommen haben laut den Verbraucherschützern reiserechtliche Probleme. Aktuell läuft die Aktion "Prellbock 2019". Verbraucher können Abzocker, Blender und Service-Nieten an den Pranger stellen. Mehr Infos dazu gibt es unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de.