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Vogtland

Hof in Langenbach hat alles von der Ziege

Familienbetrieb Ziegenhof in Langenbach mit tierischem Nachwuchs

Langenbach. 

Langenbach. Der Frühling naht und der tierische Nachwuchs auf dem Ziegenhof Meißgeier in Langenbach lässt nicht auf sich warten. Neugierig recken die Lämmer ihre Köpfe. In Gruppen sind die Thüringer Waldziegen untergebracht. Michael Meißgeier hat den Jungtieren einen neuen Stall gebaut. "Da kann man mit dem Traktor reinfahren, es ist arbeitstechnisch besser", sagt Annette Meißgeier. Sie hatte vor fast drei Jahren ihrem Sohn und Schwiegertochter Sindy den Ziegenhof übergeben und freut sich, dass sie weiterführen, was sie vor rund 20 Jahren begonnen hatte.

An die 120 Lämmchen tummeln sich im Stall

"Auf zehn warten wir noch", sagt Michael Meißgeier. Die Tragezeit liegt bei fünf Monaten und fünf Tagen. 70 Muttertiere stehen im Stall, Mehrlingsgeburten gibt es dabei oft. Sobald es draußen wärmer wird, dürfen die Tiere raus ins Grüne. Die weiblichen Tiere werden vor allem zur Milcherzeugung gehalten. Es gibt immer wieder Innovationen, welchen sich der Familienbetrieb stellt. Neue Ideen, neue Produkte, zu welchen neben Käse auch Joghurt, Quark und Wurst gehören. Da ist es gut, dass der Hofladen auch jetzt geöffnet haben kann. Für die neuen Käsesorten aus Ziegenmilch ist Sindy Meißgeier zuständig. Sie probiert Neues aus, vor allem aber denkt man saisonal. Feta, Camembert, Schnitt- und Frischkäse, welcher Käse wird gerne gekauft? "Camembert mit Thymian geht gut", sagt Sindy Meißgeier. Es ist viel Eigeninitiative des jungen Paares dabei. Nicht umsonst erhielt man vor zwei Jahren den Innovationspreis Vogtländische Landwirtschaft. Zickelfleisch ist zur Osterzeit gefragt. Neu ist Seife aus Ziegenmilch. "Wir haben viele Stammkunden, aus dem Plauener Raum, aber auch von weiter her." Außerdem wird auf Wunsch die Ware verschickt. "Die Kunden bestellen per Telefon oder E-Mail." Das Bewusstsein für Lebensmittel aus der Region sei gestiegen. Die Meißgeiers freuen sich, dass ihre Produkte in anderen Hofläden angeboten werden. Annette Meißgeier sagt: "Man darf nicht aufgeben, man muss sich als Betrieb etablieren. Das funktioniert nur, wenn die Familie dahintersteht und das Verständnis dafür da ist."



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