Hoher Wohnungsleerstand in Weischlitz

Bilanz Leerstand bremst Wohnungsunternehmen

Weischlitz. 

Weischlitz. Viele leerstehende Wohnungen aber dennoch im Grünen Bereich. So liest sich der Jahresabschluss 2017 der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Plauen/Land. Bei 25 Prozent Leerstand kann man keine großen Umsätze erwarten, weiß WbG-Aufsichtsrats-Vorsitzender Peter Forbrig. Der Großteil der betreffenden Gebäude steht in Weischlitz und dem Plauener Stadtteil Neundorf. Weitere WbG-Häuser befinden sich in Schneckengrün, Rodau und Kauschwitz.

Auswirkungen des demografischen Wandels spürbar

Ursache für leerstehende Wohnungen seien immer häufiger Sterbefälle. Die demographische Entwicklung einer älter werdenden Bevölkerung mache sich deutlich bemerkbar. "Die Jungen schauen, wo sie Arbeit finden und nach Bayern ist es nicht weit." Forbrigs wichtigste Botschaft: "Wir sind flüssig und können ein bisschen was tun." Unterm Strich steht für 2017 ein Betriebsergebnis von 178.000 Euro zu Buche. "Damit kommen wir hin aber ohne Rosinen im Kopf."

Vor allem der Verkauf des ehemaligen Offiziers-Blocks in Gutenfürst voriges Jahr habe sich positiv auf das wirtschaftliche Ergebnis ausgewirkt. "Der Block war unser größtes Problem." Über 60 Prozent aller Einnahmen fließen in Tilgungen. "Was übrig bleibt, stecken wir in Instandhaltung oder Umbau." Mit den Mietern gebe es wenig Probleme. "Mietschulden wie in größeren Städten haben wir in unserem Bereich nicht."

Unterstützung muss her

Die Preise für Kaltmiete liegen laut Forbrig aktuell bei 4,50 Euro pro Quadratmeter. Für Gestaltung der Außenbereiche rund um die Häuser könne in der jetzigen Situation kaum Geld locker gemacht werden, räumte der 77-Jährige ein. Was die Zukunft der Wohnungs-Standorte betrifft, hofft der Weischlitzer auf die Unterstützung des Freistaates. Ohne ein tragfähiges Konzept wird das allerdings nicht möglich sein. Als Beispiel für solche Überlegungen nannte Forbrig die Zusammenlegungen von Wohnungen und barrierefreies Wohnen.