Holländer und Co. kommen zum Europamarkt nach Plauen

Bauernmarkt Plauen wird in dieser Woche zum internationalen Handelsplatz

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Die Königliche Hofkäserei van Vliet kommt aus Holland zum Europamarkt in Plauen. Foto: Karsten Repert

Plauen . Die meisten Landwirte und Direktvermarkter haben die letzten zwei Wochen nur für Plauen produziert. 70 Händler reisen diese Woche an. Sie kommen aus Frankreich, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Griechenland, Tschechien, Italien, Polen, Ungarn, Kroatien und Deutschland. Der 22. Europäische Bauernmarkt ist restlos ausverkauft. Der Grund ist klar: Die internationalen Kaufleute wissen, dass 35.000 Besucher ihnen ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus den Händen reißen werden. Und das nicht wie im Supermarkt zu Dumpingpreisen.

"Unsere Direktvermarkter können in Plauen den Preis selbst bestimmen. Das heißt, dass es bei uns für gutes Geld gute Qualität gibt", sagt Michael Bretschneider vom Verein Vogtländischer Bauernmarkt. Ganz viele der 285.000 Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland klagen. "Manche mussten Umsatzeinbrüche von 40 Prozent hinnehmen", berichtet Michael Bretschneider. In der Biller-Festhalle hingegen fährt Landwirt Rien van Vliet mit seiner königlichen Hofkäserei bis zu vier Arbeitskräfte auf. Das Geschäft in Oudewater (Holland) bleibt geschlossen. "Weil in Plauen Kunden auf uns warten, die uns und unsere Produkte zu schätzen wissen", sagen Frau Antje & Co.

Zum geschäftlichen Austausch kommen etwa 30 europäische Regionen in die Spitzenstadt. Geöffnet hat der Europamarkt in der Biller-Festhalle vom 4. bis zum 11. März täglich von 10 bis 18 Uhr. Appetit holen können sich die Vogtländer aber bereits vorab am Freitag in den Kolonnaden (15 Uhr) und danach in der Stadt-Galerie (15.30 Uhr).