IHK fragt nach: Was sagen die Parteien?

Wirtschaftsgespräch IHK positioniert sich regionalpolitisch bis 2024

Plauen. 

Plauen. Es ging um Positionen, um die Richtung, in die man künftig marschieren möchte. "Auch zukünftig will sich die IHK Regionalkammer intensiv in regionale Netzwerke einbringen und das Vogtland als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsstandort mitgestalten." Das verdeutlichten Präsident Hagen Sczepanski und Geschäftsführer Danny Szendrei im Rahmen eines wirtschaftspolitischen Gespräches.

Im Vorfeld der Wahlen wollte man sich einen Überblick über die wirtschaftspolitischen Ansätze der jeweiligen Fraktionen verschaffen und zugleich die Positionen des Ehrenamtes der IHK vorstellen. Entsandt hatten die geladenen Parteien zu dieser Gedankenkonferenz Kerstin Knabe (FDP), Gerhard Liebscher (Bündnis 90/Die Grünen), Benjamin Zabel (SPD), Frank Heidan (CDU), Ulrich Lupart (AfD) und Nico Brünler (Die Linke).

 

Die IHK hat sich positioniert

 

Die IHK Chemnitz hatte sich zuvor in einer Broschüre "Regionalpolitische Positionen 2019 - 2024" deutlich positioniert. Im Vogtland geht es den Verantwortlichen unter anderem um die "touristische Entwicklung unter der Dachmarke Vogtland und um die Mitarbeit im Innenmarketing des Tourismuskonzeptes", teilt IHK-Pressesprecherin Doreen Zemanik mit.

Die Säulen "Natur spüren", "Familie erleben" und "Kultur" sollen die Vielseitigkeit einrahmen und eine große Zielgruppe ansprechen. "Uns ist im Besonderen auch die Berufsschulausbildung wichtig und es geht darum, die Angebote zu sichern und sie zu erweitern. Wir brauchen verbesserte Infrastrukturen in den Schulen und müssen die Modernisierung, die Weiterentwicklung und die Digitalisierung vorantreiben", fordern die IHK-Vizepräsidenten Lars Luderer und Herbert Pscherer.

 

Standortmarketing ist wichtig

 

Der IHK Regionalkammer in Plauen liegen zudem die Entwicklung und Vermarktung des Kompetenzzentrums Musikinstrumentenbau sowie die Branchen Textil- und Kälte-Technik am Herzen. Wichtig sei auch - so betonen die Vogtländer - das Standortmarketing zur Ansprache von Fachkräften, Rückkehrern und Pendlern.

Außerdem muss sich die Region anstrengen, damit mehr Jugendliche in der Heimat bleiben. "Das geht nur, wenn wir im Vogtland eine starke Ausbildungsregion sind", stellen Hagen Sczepanski und Geschäftsführer Danny Szendrei fest. Das zweistündige, wirtschaftspolitische Gespräch fand in der Regionalkammer in Plauen statt.