Im Sommer soll es bunt blühen

Landwirtschaft Kröstauer Agrarbetrieb legt Bienenweiden an und sucht Paten

Kröstau. 

Kröstau. Sonnenblumen, Hopfenklee, Kümmel, Kuckucks-Lichtnelke und Spitzwegerisch. Auf einigen Flächen der Kröstauer Agrarproduktion wird es im Sommer bunt blühen.

Erstmals werden Bienenweiden angelegt, um dem Insektensterben entgegen zu wirken. Lutz Höhne, Geschäftsführer der Kröstauer Agrarproduktion und Handels GmbH: "Die Saatenmischung soll auf etwa dreieinhalb Hektar Fläche versuchsweise erstmalig angebaut werden. Möglichst in Verbindung mit den Gewässerschutzstreifen soll die Blühmischung für die heimischen Insekten einen natürlichen Lebensraum bilden." Es handelt sich um kleinere Flächen, die nicht so gut bewirtschaftet werden können, da sie etwa an Hängen oder an einem Teich liegen.

Bienenpate werden und Insekten Lebensraum bieten

Der Clou dabei ist, jeder, der ebenfalls einen Beitrag gegen das Bienensterben leisten möchte, kann dies ganz unkompliziert tun und in Kröstau Bienenpate werden. Damit wird das Engagement der Landwirte unterstützt. "Für 50 Euro können Insektenfreunde 100 Quadratmeter Blühwiese für zwei Jahre in Patenschaft nehmen. Dafür gibt es einen Patenbrief, so der Chef des Agrarbetriebes. Der Betrieb selbst verdient daran nichts, die Kostenbeteiligung der Paten soll lediglich den Aufwand für das Anlegen und Pflegen der Fläche etwas entschädigen. Es handelt sich um Flächen etwa in den Gemarkungen Kröstau, Kloschwitz, Schwand, Geilsdorf und Kürbitz. Wer sich dazu entscheidet, kann sich per Email (kroestauer-agrar-gmbh@t-online.de) oder per Telefon (037436/2209) melden.

Wie kommt ein Landwirtschaftsbetrieb auf die Idee, Bienenweiden anzulegen? "Es geht darum, dass das Insektensterben zunimmt. Und das Bienensterben ist ein großes Dilemma", sagt Lutz Höhne. "Es wird ja viel drüber geredet, wir aber wollen etwas tun." Noch ein Grund fürs Engagement: "Man kann konventionelle Landwirtschaft betreiben und trotzdem etwas für die Natur tun, ich sehe darin trotzdem etwas heile Welt. Man soll ja mit allem etwas behutsam umgehen", so Lutz Höhne. "Für mich ist die Bewahrung der Schöpfung ein großes Thema."