Immer knapp bei Kasse

Tierheim Ehrenamtler fordern höhere Zuschüsse

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Trotz des knappen Budgets will Karin Slogsnat das Treuener Tierheim weiter voranbringen. Foto: Thomas Voigt

Treuen. Die Mitarbeiter des Treuener Tierheims atmen auf. Endlich füllt sich die Zisterne im Gebäude an der Gartenstraße wieder mit Wasser. Wochenlang nahmen die Tierfreunde die verschmutzten Sachen zum Waschen uneigennützig mit zu sich nach Hause. Aufgrund der angespannten Situation konnten über die Weihnachtsfeiertage diesmal keine Pensionstiere zusätzlich aufgenommen werden. Ursache des Wassermangels war der extrem trockene Sommer im vergangenen Jahr, der den Grundwasserspiegel absinken ließ. Nun scheint sich die Lage zu entspannen. Kurz vor dem Jahreswechsel konnte der Anbau mit Quarantäne-Station nach monatelanger Bauzeit in einem Herzschlag-Finale endlich fertiggestellt werden. Für Karin Slogsnat vom Tierschutzverein Treuen und Umgebung bleibt dennoch kaum Zeit zum Durchatmen. "Wir sind weiter auf Spenden angewiesen." Unter anderem muss die neue Küche refinanziert werden. Überhaupt sei die Einrichtung immer knapp bei Kasse. Monatlich fallen um die 2000 Euro an. Das Geld wird für Betriebskosten, Futter sowie für den Tierarzt ausgegeben. "Wir leben von der Hand in den Mund."

Die Erhöhung des Zuschusses wird gefordert

Knackpunkt aus Sicht der Tierschützerin ist der zu geringe Zuschuss der Kommune. Aktuell beträgt die Pauschale jährlich 30 Cent pro Einwohner. Im Sinne eines umfassenden Tierschutzes fordert Slogsnat die Erhöhung auf einen Euro. Es sei beschämend, dass für die Tiere so wenig Geld da ist. Von einer Teilzeitstelle kann der Verein nur träumen. Alle Tierheim-Mitarbeiter sind ehrenamtlich im Einsatz.