In der Alpenregion kennt man Plauen

Treffen Des Zillertaler Arbeitskreises fand im Vogtland statt

Plauen. 

Plauen. Die Plauener Hütte ist nicht nur der höchste Punkt der Spitzenstadt. Dieses Juwel in den Zillertaler Alpen ist ein eindrucksvoller Beleg für den besonders ausgeprägten Plauener Bürgersinn. Denn die 1898 von wohlhabenden Plauenern finanzierte Schützhütte in 2.364 Metern Höhe, sie blieb als einzige ostdeutsche Unterkunft auch während der 40-jährigen DDR-Zeit in Plauener Hand. Und zwar nur deshalb, weil ausgereiste Vogtländer die Kosten übernahmen und die Fortbetreibung sicherten. Heute dürfen alle Vogtländer stolz sein auf ihre Plauener Hütte. Denn jetzt passieren Sachen, die früher undenkbar waren!

ZAK zu Gast in Plauen

So fand das 48. Jahrestreffen des Zillertaler Arbeitskreises (ZAK) in Plauen statt. Gastgeber war die Sektion Plauen-Vogtland des Deutschen Alpenvereins. Pressesprecher Sebastian Dzierzon klärt auf: "Der ZAK ist ein Zusammenschluss verschiedener Sektionen des DAV, die im Zillertal und im Ötztal Schutzhütten betreiben." Dazu gehören die Sektionen Aschaffenburg, Berlin, Greiz, Kassel, Landshut, Neumarkt/Oberpfalz, Oberkochen, Otterfing, Plauen-Vogtland sowie Würzburg.

Weiterhin waren auch Vertreter des Präsidiums und der Bundesgeschäftsstelle des DAV sowie der ARGE Höhenwege, der ÖAV-Sektion Zillertal und des Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen zu Gast in Plauen. Hüttenwart Jens Winkelmann freute sich über viele prominenten Gäste: "Die jährlichen Arbeitstreffen finden immer in den Heimatorten der beteiligten Sektionen statt. Dieses Jahr war zum zweiten Mal in der Geschichte Plauen Gastgeber für den Zillertaler Arbeitskreis."

Kennlernabend in der "Tenne"

Los ging es am Freitagabend in der "Tenne" der Sternquell-Brauerei in Plauen. Dort stellte der Geschäftsführer des Vogtländischen Tourismusverbandes (TVV), Dr. Andreas Kraus, "Das touristische Vogtland" vor. Anschließend konnten die Teilnehmer sich besser kennenlernen und wurden durch die Sternquell-Brauerei bewirtet. Am Samstagvormittag begrüßte dann Landrat Rolf Keil sowie der DAV-Vizepräsident Roland Stierle die Teilnehmer und eröffnete somit den offiziellen Teil des ZAK im Tagungshotel "Alexandra" in Plauen.

Während des Arbeitstreffen fand ein reger Austausch zu Themen wie Hüttenverwaltung und -infrastruktur, Problemen beim Betrieb oder Besucherzahlen statt. Zur Mittagszeit wurde die Tagung durch eine kurzweilige Stadtführung durch die Plauener Altstadt und zum Wendedenkmal unterbrochen. Viele Teilnehmer besuchten auch noch das Alaunbergwerk, die Galerie e.o.plauen und Lokale in der Innenstadt. Hüttenwart Jens Winkelmann: "Rückblickend auf das Arbeitstreffen des ZAK kann man nur sagen, dass es rundum gelungen war."

Wie die Vereins-Initiative "Schwarz-Gelb Plauen" heute mitteilt, wird es für Interessierte in diesem Jahr erstmal die Möglichkeit geben, mit dieser großen Plauener Gruppe aufzusteigen zur Plauener Hütte.

Tour-Daten:

Mi, 17.07.: Bärenbad (1.440 m ü.NN) - Plauener Hütte (2.364 m ü. NN) Aufstieg ca. 4 Stunden

Do, 18.07.: Plauener Hütte- Richterhütte (2.374 m ü.NN) - Krimmler Tauernhaus (1.622 m ü.NN) ca. 7,5 Sunden

Fr, 19.07.: Krimmler Tauernhaus (1.622 m ü.NN) - Birnlücke (2.667 m ü.NN) - Birnlückenhütte (2.441 m ü.NN)- ca. 6,0 Stunden

Sa, 20.07.: Birnlückenhütte- Neugersdorfer Hütte (Finanzwachthütte) (2.600 m. ü.NN)- Heilig-Geist- Jöchel (2.657 m ü.NN)- Plauener Hütte ca. 8 Stunden

So, 21.07.: Abstieg Plauener Hütte- Ghs. Bärenbad ca. 3 Stunden. Infos unter Telefon 0171-40466 77.