In Plauen kommen die "Plamagianer" zusammen

Erinnerungen Einst arbeiteten 2.001 Beschäftigte im Vogtländischen Vorzeigebetrieb

Plauen. 

Plauen. Dass dieser Druckmaschinenriese irgendwann kaputt geht. Es war vor 30 Jahren unvorstellbar. Denn ausgerechnet diese 2.001 Planstellen in der Plamag, sie waren zu DDR-Zeiten fit gemacht worden für den Weltmarkt. Heute lebt der seinerzeit vielleicht wichtigste Vorzeigebetrieb des Vogtlandes nur noch in den Erinnerungen. Inklusive Zulieferer und Mitarbeiterversorgung gehörten insgesamt etwa 10.000 Menschen zur Infrastruktur in und rund um die Plamag. Es gab kaum eine Familie in Plauen, die nicht in irgendeiner Weise mit dem Unternehmen verbandelt war.

Der Traditionsverein hat nun das 3. Treffen aller Ehemaligen organisiert. Die Zusammenkunft findet am 25. Oktober (Einlass 17 Uhr) in der Biller-Festhalle statt. Infos dazu gibt es hier.

Die Plamag war weltweit erfolgreich

Was ein Plamagianer ist, das wissen schon bald nur noch jene Mitarbeiter, die früher in der Plamag gearbeitet haben. "Das Unternehmen war riesig für vogtländische Verhältnisse. Quasi der Stolz einer ganzen Stadt", steht in den Geschichtsbüchern geschrieben. 100 Jahre nach der weltweit ersten Rollenoffsetdruckmaschine ging die Geschichte der "Plauener Maschinenbau AG" Stück für Stück zu Ende. In das Mahnmal am Rande der Stadt ist längst neues, erfolgreiches Leben eingezogen. Und doch bekommt man sofort ein mulmiges Gefühl beim Betreten des Firmengeländes.

"Tot auf Raten"

Die "Plamagianer" galten weltweit als Spezialisten. Hier - in dieses Werk - kam man nicht einfach so rein. Der international erfolgreiche Druckmaschinenhersteller überlebte trotz seiner zuvor exzellenten Betriebsergebnisse nicht. Obwohl man zum Beispiel kurz vor der Wende in China, Russland, Griechenland, Polen, Frankreich und Spanien gearbeitet hat, gab es nach 1989 einen "Tot auf Raten".

Kartenvorverkauf zum Plamagtreffen

In der Betriebswache der Plamag in der Pausaer Straße 284 sowie am Klostermarkt 1 in Plauen beim Dienstleistungs-Service Gerd Beier bekommen die Plamgianer für 3 Euro Eintrittskarten für das 3. Treffen. Das Treffen findet am 25. Oktober (Einlass 17 Uhr) in der Biller-Festhalle statt. Dort wird Archivar Norbert Siegert dann wieder historisches Material zeigen. Seine Vorträge beginnen 19 Uhr, 20 Uhr und 21 Uhr.

Um eine gute Versorgung zu sichern, sollten die Gäste unbedingt den Vorverkauf nutzen, damit die Veranstaltung besser geplant werden kann.