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Interesse für ehemaliges Ferienlager

Ausschreibung Bundeseisenbahnvermögen verkauft Objekt in Oberpirk

Kurz vor dem Verkauf steht das ehemaliges Ferienlager in Oberpirk. Das Bundeseisenbahnvermögen als Eigentümer hatte es öffentlich ausgeschrieben. "Wenn alles gut geht, wird es nächste Woche den Zuschlag geben", sagte gestern Harald Schneider, Mitarbeiter des Bundeseisenbahnvermögens. Etwa vier Wochen stand das Kaufangebot im Internet. Auch per Annonce wurde der Verkauf öffentlich bekannt gegeben. "Es haben sich jede Menge Interessenten gemeldet", so Schneider. Halb private Kaufinteressenten, halb mit gewerblicher Tendenz. Diese Woche hatte Harald Schmidt zu einem Besichtigungstermin vor Ort eingeladen. "Es gab sechs Interessentengruppen. Zwölf bis 13 Leute waren gekommen. Manche brachten einen Sachverständigen mit, andere den Ehepartner", so der Mitarbeiter vom Eisenbahnvermögen. Den Zuschlag wird der Kaufinteressent mit dem höchsten Gebot erhalten. "Ich gehe davon aus, dass es nicht unter der Grenze weggehen wird", so Harald Schneider. Damit ist der im Kaufpreis auf Verhandlungsbasis in Höhe von 15.000 Euro gemeint, der auch im Angebot auf der Homepage des Bundeseisenbahnvermögen zu lesen war. Und: "Es sind alles Leute aus der Region, die sich für das Objekt interessieren." Das ehemalige Kinderferienlager der Plauener Gardine besteht aus einen Flachbau, fünf Bungalows und einem Wohnhaus. Dieses ist teilweise vermietet. Das Bahngrundstück liegt im Außenbereich der Gemeinde Rosenbach. "Das Wohnhaus wurden in den 50-er Jahren errichtet. Es war immer bewohnt", so Harald Schneider.

Günter Zeidler, Ortschronist in Mehltheuer, weiß noch mehr aus der Historie zu berichten: "Vor dem Krieg kaufte die Reichsbahn das Gelände, welches früher eine Ziegelei war. Der Güterbahnhof sollte erweitert werden, aber dann kam der Krieg dazwischen. Anfang der 50-er Jahre errichtete die Reichsbahn hier ein Kindererholungsheim. Später wurde ein Vorschulheim daraus, Kinder waren hier dauerhaft untergebracht." Die Plauener Gardine nutzte das Objekt später als Kinderferienlager. Nach der politischen Wende stand es leer. Das Wohnhaus blieb indes zum Teil vermietet. "Wir haben das Objekt etwa 2003 zugewiesen bekommen", so Harald Schneider.