Investor an der Angel

Wirtschaft Elsterberger träumen von Wiederbelebung des Enka-Geländes

Elsterberg/Coschütz. 

Elsterberg/Coschütz. Es gibt einen potenziellen Investor für das Elsterberger Industriegebiet. Diese Neuigkeit verkündete Elsterbergs Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) kürzlich während der Ortschaftsratssitzung im Coschützer Kulturhaus.

Gelände soll wieder auferlebt werden

Von einem produzierenden Unternehmen war die Rede. Um wen es sich dabei handelt, wollte der Rathauschef aber nicht verraten. Laut Bauroth will der Investor die gesamte Fläche des ehemaligen Kunstseidenwerkes (Enka) für seine Zwecke nutzen. Aus Sicht des Bürgermeisters sei man schon ein gutes Stück vorangekommen. Er habe ein gutes Gefühl, dass die Sache ins Rollen kommt. Die Stellungnahmen seitens des Vogtlandkreises zu einer möglichen Ansiedlung stünden kurz vor dem Abschluss. Demnach könnte es schon bald einen Vorvertrag geben. Seit September 2012 ist die Kommune Eigentümer der Industriebrache. Zwei Jahre später begann der Rückbau des 2,4 Hektar großen Areals. In das zu 85 Prozent vom Freistaat geförderte Projekt flossen rund 7 Millionen Euro.

Sprengung des Giganten blieb vielen in Erinnerung

Vor zwei Jahren hat die Stadt schon einmal einen Interessenten an der Angel gehabt. Der sprang allerdings wieder ab. Vor zehn Jahren wurde das Werk geschlossen. Nicht nur die Mitarbeiter waren geschockt. Die Demontage der Gebäude und Anlagen übernahm ein saarländisches Unternehmen. Die Sprengung des 120 Meter hohen Industrie-Schornsteins im April 2015 sorgte noch einmal für Aufsehen. Der Stahlbeton-Gigant krachte ungewollt ins Flussbett der Weißen Elster.