Irland-Fotografien im Leubnitzer Schloss

Schau 29-jähriger Plauener

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Philipp Müller zeigt seine Fotografien aus Irland, wo er fünf Jahre lang lebte. Foto: Simone Zeh

Leubnitz. Über 30 Fotografien zeigt Philipp Müller aus Plauen im Leubnitzer Schloss unter dem Titel "Irish Years". Es ist seine erste Ausstellung überhaupt. Neben Landschaften hat der junge Mann, der neben der Fotografie und Lesen auch das Gitarrenspiel und Zeichnen als Hobbys nennt, auch mal eine Straßenzeile, die Kirche oder einen Pub im Bild festgehalten. Immer im besonderen Licht. Immer ein Farbenspiel.

Irland hat es ihm angetan

Inspirieren beim Fotografieren in Irland ließ sich der heute 29-Jährige beispielsweise von Heinrich Böll. Auf den Spuren von Böll Werk "Irisches Tagebuch" reiste Philipp Müller nach Achill Islands. Böll soll 1954 erstmals dort gewesen sein. "Verlassene Ortschaften bin ich durchlaufen", so der Plauener. "Ich habe sogar eine Oma getroffen, die Heinrich Böll dort noch gesehen hatte." Das war natürlich ein besonderes Erlebnis.

Die Insel, an der westlichen Seite Irlands gelegen, hatte es dem Vogtländer auch sonst angetan. "Da ist oft nichts, nur Landschaft." Und dann kommt doch ein winziger Ort. "Da ist der Postbote gleichzeitig der Bestatter." Im Süden von Irland hat er gelebt und gearbeitet. Philipp Müller aus Plauen war fünf Jahre lang als Informatiker für Apple in Cork tätig. Als er zurück kam, hatte er neben seinen Erlebnissen und Erfahrungen auch unzählige Fotografien im Gepäck. Bilder, die die grüne Insel von den schönsten Seiten zeigen. Landschaften, weit und unbewohnt.

Auch Wetteraufnahmen sind dabei

Eine Ahnung bekommt man beim Anschauen von den dortigen Wetterkapriolen - von schäumender See und mächtigem Sturm an der Küste. "Das Wetter ist dort wirklich so, das Klischee vom vielen Regen passt." Das war einer der Gründe, warum es den Plauener zurück in die Heimat zog.

Was er nach fünf Jahren auf der grünen Insel von den Iren gelernt und mitgenommen hat? "Öfters mal durchzuatmen, nicht so viel Stress auf sich laden." Die Ausstellung ist dann bis zum Juni zu sehen.