Irland - wo der Postbote auch der Bestatter ist

Fotografie Plauener Hobbyfotograf mit Ausstellung über grüne Insel

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Philipp Müller zeigt seine Fotografien aus Irland, wo er fünf Jahre lang lebte. Foto: Simone Zeh

Leubnitz. Auf die grüne Insel entführt die neue Ausstellung im Schloss Leubnitz. Ein Plauener Hobbyfotograf zeigt seine Aufnahmen aus fünf Jahren.

Klischee vom vielen Regen

Philipp Müller aus Plauen war fünf Jahre lang als Informatiker für Apple in Cork tätig. Als er zurückkam, hatte er neben seinen Erlebnissen und Erfahrungen auch unzählige Fotografien im Gepäck. Bilder, mit der Digitalkamera festgehalten, die die grüne Insel von den schönsten Seiten zeigen. Landschaften, weit und unbewohnt.

Eine Ahnung bekommt man beim Anschauen auch von den dortigen Wetterkapriolen - von schäumender See und mächtigem Sturm an der Küste. "Das Wetter ist dort wirklich so, das Klischee vom vielen Regen passt." Das war einer der Gründe, warum es den Plauener zurück in die Heimat zog.

Wenn der Postbote auch Bestatter ist

Die Insel Achill Islands, an der westlichen Seite Irlands gelegen, hatte es dem Vogtländer angetan. "Da ist oft nichts, nur Landschaft." Und dann kommt doch ein winziger Ort. "Da ist der Postbote gleichzeitig der Bestatter."

Über 30 Fotografien zeigt Philipp Müller im Leubnitzer Schloss unter dem Titel "Irish Years". Es ist seine erste Ausstellung überhaupt. Neben Landschaften hat der junge Mann auch mal eine Straßenzeile, die Kirche oder einen Pub im Bild festgehalten. Immer im besonderen Licht. Immer ein Farbenspiel.

Zurück in der Heimat, fotografiert Philipp Müller heute gerne im Triebtal oder Syratal, ist immer auf Motivsuche. Was er nach fünf Jahren auf der grünen Insel von den Iren gelernt und mitgenommen hat? "Öfters mal durchzuatmen, nicht so viel Stress auf sich laden."