Irre: VFC kann im Abstiegskampf in die Tabellenspitze vorstoßen

Fußball Die Plauener haben das Feld von hinten aufgerollt

Im Abstiegskampf bis in die Tabellenspitze vorstoßen. Das kann dem VFC Plauen (6. Platz | 23:22 Tore | 19 Punkte) gelingen. Und zwar mit einem weiteren Sieg zu Hause gegen den TV Askania Bernburg (14. Platz | 11:28 Tore | 6 Punkte). Das Spiel wird am Samstag um 13.30 Uhr angepfiffen. Wahrscheinlich pilgern dann wieder über 500 Fans ins Vogtlandstadion. Das gab es lange nicht. Und die Unterstützung der Zuschauer hat der Verein nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen nötig. "Wehe, wenn hier einer abhebt! Wir haben etliche Probleme. Die können wir nur als starke Gemeinschaft lösen", fordert Cheftrainer Falk Schindler seinen Verein zur bedingungslosen Geschlossenheit auf. Der Coach stammt noch aus jener VFC-Zeit, wo sich selbst die Experten wunderten, wie es die Plauener immer wieder schaffen, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Er weiß, dass man trotzdem erfolgreich sein kann.

Der VFC hat in den letzten neun Spielen 19 Punkte geholt

In drei Monaten hat der VFC das Feld von hinten aufgerollt. Nach den Auftaktniederlagen gegen Rudolstadt (0:4) und in Eilenburg (1:4) eroberten die Plauener in neun Spielen 19 Punkte. Das einstige Schlusslicht der Fußball-Oberliga (Staffel Süd) hat jetzt die Medaillenränge vor Augen. "Leute! Wir kämpfen gegen den Abstieg. Das wird auch gegen Bernburg so sein." Mit diesen Worten erdet Falk Schindler jeden, der sein Team in den Himmel heben will. Aus gutem Grund! Beim so wichtigen 3:2-Auswärtssieg in Nordhausen staunte der 18-köpfige Kader vom FSV Wacker II nicht schlecht, als sich auf der Auswechselbank der Vogtländer nur drei Feldspieler niederließen. "Unser Minikader ist aufgrund der Belastung am Limit. Ich kann keinem eine Pause gönnen, wodurch unsere Spieler so langsam auf dem Zahnfleisch kriechen", weiß Falk Schindler, was seine Mannschaft derzeit leistet. Nordhausen II hatte über ein Jahr auf seinem Kunstrasen nicht mehr verloren. Dann kam der Mini-VFC! 40 mitgereiste Fans feierten.

Bernburg ist besonders unbequem

Weshalb die Plauener Verantwortlichen nichts von der Favoritenrolle hören wollen? "Weil am Samstag mit Marian Albustin ein ganz wichtiger Spieler wegen der fünften gelben Karte ausfällt. Und weil Bernburg besonders unbequem ist." So sagt es der Coach und der verweist auch auf die Statistik. Die Plauener Bilanz ist negativ. Die letzten drei Begegnungen endeten aus VFC-Sicht 0:6, 2:2 und 0:2. Die Vermutung: Bernburg wird sehr tief stehen, ähnlich wie es zuletzt der Landesligist Taucha machte im Sachsenpokalspiel, als der VFC erst nach Verlängerung in Spielminute 119 zum 1:0-Sieg kam. Es ist also viel Geduld gefragt und dann müssen die Spitzenstädter auch noch aufpassen auf Marc Plewa (5 Saisontreffer), der die Bernburger in deren letztem Auswärtsspiel in Hohenstein-Ernstthal zum 2:1-Sieg schoss.

Große Vorfreude auf das Pokalspiel gegen Lok Leipzig

Wie der VFC Plauen mitteilt, findet das Pokalspiel gegen den 1. FC Lok Leipzig am Sonntag, dem 17. November statt. "Anstoß der Partie ist dann 13 Uhr im Vogtlandstadion", schreibt VFC-Vorstand Eric Holtschke. Die Spitzenstädter sind im Viertelfinale gegen den Regionalligisten zwar Außenseiter, aber in der aktuellen Verfassung der Plauener ist der Einzug ins Sachsenpokal-Halbfinale durchaus möglich.