Jenseits des Kommerz: Labore Festival begeistert

Party Rund 1.300 Besucher feiern am Hauptmannsgrüner Mühlteich

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Das Projekt "Africaine 808" dreht auf der Waldbühne auf. Insgesamt 20 Bands waren zum Festival am Start. Foto: Thomas Voigt

Hauptmannsgrün. Es ist die besondere Atmosphäre, die das Festival Labore bei den jungen Leuten so beliebt macht. Von Freitag bis Sonntag feierten 1.300 Party-Gäste im Gelände am Hauptmannsgrüner Mühlteich mit. Schon seit einigen Tagen waren die Tickets restlos vergriffen.

Von Freigeistern und pfiffigen Ideen

Die Veranstaltung lebt vom Freigeist und den vielen pfiffigen Ideen der Initiatoren von der "Bohrwaerk-Mannschaft". Entspannt schlenderten die Festivalbesucher durch die quicklebendige Lichterstadt. Sie entdeckten liebevoll eingerichtete Verkaufsstände, Cocktailbars, gemütliche Ecken zum Verweilen und immer wieder Überraschendes.

So flimmerten in einem kleinen Wohnwagen diverse Kurzfilme aus DDR-Zeiten. Pro Vorstellung nahmen um die zehn Cineasten im Bauch des umfunktionierten Gefährtes Platz. Kinobetreiber "Funkelfix" riss die Eintrittskarten wie in alten Zeiten von der Papierrolle ab.

Einmal selbst zum Musiker werden

Während manche in gemütlicher Runde auf den zusammengenagelten Holz-Paletten plauderten, zog es andere zur Musik. In diesem speziellen Fall konnten die Partygäste die Instrumente vom Schlagzeug bis zur Gitarre in einem Aktionszelt selbst ausprobieren.

Viele Besucher schätzen das Festival vor allem wegen seines familiären Charmes jenseits der großen Kommerz-Events. Friedrich Schmidt hört so etwas gern. Der Reichenbacher gehört zum harten Kern des Festival-Vereins. "Ohne die vielen freiwilligen Helfer könnten wir das gar nicht stemmen." Insofern gab er sich optimistisch, dass es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben wird.