Jetzt ist der VFC Drittletzter

Fußball Plauener verlieren gegen Eilenburg und rutschen weiter ab

Plauen. 

Es muss sich was ändern. Mit Pech, Unvermögen und einer fortwährenden Pannenserie steigt man ab. Das ist sicher. Die Oberliga-Fußballer vom VFC Plauen sind nach der 1:4-Niederlage (1:2) gegen den FC Eilenburg erneut einen Platz weiter nach unten gerutscht. Wenn man es genau nimmt, rangieren die Spitzenstädter als Tabellen-Vierzehnter in der 16er Liga sogar auf einem Abstiegsplatz. Doch durch den freiwilligen Rückzug von Wismut Gera in die Thüringenliga müssen wahrscheinlich nur zwei Vereine aus der Oberliga-Südstaffel absteigen. Sicher ist das aber noch nicht. Weil genauso gut auch drei Absteiger oder Relegationsspiele möglich sind, ist nun im Vogtlandstadion so richtig Gefahr im Verzug.

Was ist denn das für eine Saison?

Dort mussten die 311 Zuschauer einen beispiellosen Flutlichtabend miterleben, der so richtig in die aktuelle Situation passt. Denn zunächst reisten die überheblich wirkenden Gäste eine halbe Stunde später an, sodass man sich einigte, das Freitagsspiel später anzupfeifen. Das Entgegenkommen der Plauener bestrafte der sich später unrühmlich aufführende Gast mit dem schnellen Führungstreffer. Erschreckend war aus Plauener Sicht, dass sich bei dem Eilenburger Eckstoß alle elf VFC-Spieler im Strafraum aufhielten, der Gast aber trotzdem zum 0:1 nach vier Minuten Spielzeit einnetzte. Torschütze war Benjamin Luis (4.). Es sollte aber noch schlimmer kommen. Denn der stark ersatzgeschwächte VFC rackerte und kam zum 1:1-Ausgleich durch Lucas Albert (35.). Noch im Torjubel und der Ansage von Stadionsprecher Eric Holtschke folgte der Gegenschock: Henrik Jochmann (36.) zirkelte das Leder vom Anstoßpunkt weg über den zu weit vor seinem Kasten postierten Plauener Schlussmann Leon Seefeld zum 1:2.

Aleksandrs Guzlajevs verschießt "Elfer"

Charakterlosigkeit kann man den Spitzenstädtern übrigens nicht wirklich vorwerfen. Denn sie kämpften sofort weiter. Nur eine Minute später gab es an der Strafraumgrenze einen Handelfmeter für Plauen. Mit diesem "Elfer" scheiterte jedoch Aleksandrs Guzlajevs am Eilenburger Keeper Andreas Naumann (38.), der den scharfen, aber halbhoch getretenen Ball aus dem rechten Eck fischte. So blieb es zur Pause beim 1:2-Rückstand aus Plauener Sicht. Weil die Spitzenstädter gegen den Tabellendritten nach dem Seitenwechsel vergeblich um den Ausgleich kämpften, bedeutete das 1:3 durch Tim Bunge (64.) bereits die Vorentscheidung. Zudem wurde der VFC durch zwei weitere Verletzungsausfälle zusätzlich geschwächt. Aleksandrs Guzlajevs und Albijan Kamaraj konnten aufgrund des Personalmangels nur durch die A-Jugendspieler Tim Limmer und Nils Fischer ersetzt werden, denen keiner einen Vorwurf machen kann. "Unter diesen ganzen Umständen kann man dann gegen so einen Gegner nicht bestehen", stellte VFC-Trainer Falk Schindler klar. Zu allem Übel traf kurz vor Schluss auch noch Lucas Albert (89.) per Eigentor zum 1:4-Endtstand. Weil Mitkonkurrent Bernburg im Abstiegskampf gegen Gera (4:3) punktete, rangieren jetzt nur noch zwei Vereine in der Oberliga-Tabelle hinter dem VFC. Kommenden Sonntag (Anstoß 14 Uhr) fahren die Plauener nach Gera.

Statistik

VFC Plauen: Seefeld - Walther, Ranninger/V, Kameraj (76. Fischer), Albustin - Guzlajevs (58. Limmer), Grandner - Wüstenhagen, Sluga, Albert - Fritzlar (83. Hofmann)

Schiedsrichter: Florian Butterich (Straufhain)

Besonderes Vorkommnis: Aleksandrs Guzlajevs scheitert per Handstrafstoß am Eilenburger Keeper Andreas Naumann (38.)

Torfolge: 0:1 Luis (4.), 1:1 Albert (35.), 1:2 Jochmann (36.), 1:3 Bunge (64.), 1:4 Albert (89./Eigentor)

Zuschauer: 311