"Jobticket" für die Mitarbeiter ist geplant

Wirtschaft Stadtverantwortliche suchen das Gespräch mit einheimischen Unternehmen

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Oberbürgermeister Raphael Kürzinger. Foto: Simone Zeh

Reichenbach. Sich von Reichenbacher Unternehmen an ihrem Standort ein Bild zu machen, das war Oberbürgermeister Raphael Kürzinger und Wirtschaftsförderer Tobias Keller wichtig. Im Gespräch mit den Vertretern der Unternehmen wollten die Stadtverantwortlichen erfahren, wie sich die wirtschaftliche Lage der Betriebe der Region darstellt und welche Möglichkeiten die Kommune hat, die Rahmenbedingungen für eine weitere positive Entwicklung zu gestalten.

Kürzinger und Keller waren zunächst bei den Firmen Hommel Küchen und Möbelmanufaktur, Druckwerke Reichenbach, Lackierzentrum Reichenbach, Karl Georg Schobert Präzisions-Messzeug, Vogtlandkartonagen, WS Metallbau und VCST Reichenbach. Auf der Agenda standen auch die Firmen Tenowo Reichenbach, C.H. Müller und die Tiekatech GmbH. Grundsätzlich wird die wirtschaftliche Situation von den Unternehmen sehr positiv eingeschätzt, so das Fazit.

Unternehmen investieren in zahlreiche Bereiche

Thema aller Gespräche war die Bindung der Fachkräfte und Mitarbeiter an die Unternehmen. Dabei setzt man auf frühzeitige Akquise junger Menschen, zum Beispiel über Ferienarbeit, die Präsentation auf Ausbildungsmessen sowie verstärkte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Um die steigenden Auftragslage meistern zu können, investieren die Unternehmen in hochmoderne Technik, in Ausbildung und in die Bezahlung ihrer Mitarbeiter.

Die Firma Hommel Küchen- und Möbelmanufaktur beabsichtigt, für ihre innovativen Soundmöbel eine neue Produktions- und Präsentationsstätte im Gewerbegebiet Ost zu errichten. Baubeginn soll dieses Jahr sein. Die Firmen Druckwerke, Vogtland-Kartonagen und VCST Reichenbach investieren in neueste Technik. Der Planungszweckverband "Industrie- und Gewerbegebiet Autobahnanschlussstelle Reichenbach/Voglt." (PIA) richtete im August 2015 eine Busverbindung für den Industriestandort an der Autobahn ein. Gemeinsam mit den Firmen ist geplant, ein "Jobticket" für die Mitarbeiter anzubieten, das durch die Unternehmen und den Zweckverband bezuschusst wird. Ziel soll sein, jedem die Möglichkeit zu geben, auch ohne eigenen Pkw die Arbeitsstätte zu erreichen.