Junge Bands setzen Zeichen gegen Rechts

Event "Kornblumenblau" hatte zum Punkrockfest geladen

Neustadt/Auerbach. 

Neustadt/Auerbach. Es war mehr als ein Punkrockfest am vorigen Samstag im Wotufa-Saal Neustadt. Sieben Bands traten auf, und was sie alle verband, war das Engagement gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft. Zahlreiche Info-Stände wie etwa von "Faust Hoch" waren vertreten, lockten das zumeist jüngere Publikum an. "Faust Hoch" ist eine Koalition von Musikschaffenden und Musikfans, die sich gegen die AfD - in ihren Augen eine gefährliche und menschenverachtende Partei - aussprechen, Hintergründe aufdecken und für Solidarität und eine gerechte Gesellschaft werben.

Laune übertrug sich auf das Publikum

Die bekannteste Band, die sich für "Faust hoch" engagiert, dürfte "Dritte Wahl" aus Rostock sein. Auch "Kornblumenblau", die heimische Band, die zum Punkrockfest geladen hatte, zeigt klare Kante gegen Rechts. In ihren Songs wie etwa "Musikanten spielt auf" oder mit ihren Parolen "Gegen Nazis" oder auch mit der T-Shirt-Aufschrift "Kein Fußball den Faschisten", welches Bandmitglied Max Weber am Samstag am Leibe trug. Vor allem Frontfrau Pauline Weber sorgte für Tempo auf der Bühne und Fröhlichkeit, welche sich mühelos aufs Publikum übertrugen.

"Elossa" spielt Balrock

Denn eines war festzustellen: Nicht nur der energiegeladene Punk sorgte neben dem politischen Engagement zugleich für Tanzlaune und positive Stimmung, sondern auch die unterschiedlichen Musikstile der zumeist jungen Bands, die nacheinander spielten. Wie etwa "Elossa" aus Auerbach, die ihren Musikstil selbst als "Balrock" beschreiben, eine Mischung aus Metal und Punk. Auch die Vogtländer stehen für politische und gesellschaftskritische Songs, kommen aber auch lebensfroh und witzig daher. Ihr mythisch anmutender Name kommt übrigens aus dem Finnischen und bedeutet so viel wie " lebendig" oder auch "am Leben sein".

Höhepunkt der Punknacht war der Auftritt von "NH3" aus Pesaro in Italien. Mit Trompete, Saxophon zelebrierten die weitangereisten sieben Musiker ihren Ska und Punk und zogen die Zuhörer sofort in den Bann.