• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Chemnitz

Juniorfon, Sprechpuppe und Platten

ausstellung "Konsum und Kindermedien" im Museum

Reichenbach. 

Reichenbach. Tonträger für Kinder und Adventskalender bestimmen die Weihnachtsausstellung "Konsum und Kindermedien" im Neuberin-Museum Reichenbach. Das sprechende Buch aus dem Jahr 1889 von Theodor Brand gehört zu den Anfängen der Kindermedien. Es hat acht Doppelseiten, die Stimmen imitieren Vogel, Katze, Kuckuck und andere Tiere. "Das Buch, welches wir nur hinter Glas zeigen können, kann man als den Vorläufer vom Grammophon bezeichnen", sagt Jacqueline Heidel vom Neuberin-Museum.

Die Schallplatten aus Schokolade konnte man abspielen und essen

Als damalige Sensation bezeichnet sie die "sprechende Schokolade. Damit ist ein Phonograph mit Schallplatten aus Schokolade aus dem Jahr 1903 gemeint. Die Platten konnte man abspielen und essen. Dann war Nachschub gefragt. "Deutsche Kindergrammophone wurden weltweit geliefert." Das war in den 1920er-Jahren. Danach erst kamen Plattenspieler und Kassettenrecorder. Die Kindermedien sollten vor allem, so erfährt man in der Schau, der Bildung der Kinder dienen. Außerdem waren sie beliebt als Geschenk. Mit der Verpackung wurde Weihnachten als das Fest der Familie deklariert. In der DDR-Ecke der Schau findet man Plattenspieler für Kinder aus den 50er- und 60er-Jahren sowie Plattencover. "Damit war der DDR ein Coup gelungen, die Kinderplattenspielen waren ein Exportschlager", sagt Heidel. Genauso wie das Juniorfon und die Sprechpuppen mit bunten Minischallplatten beliebt waren. Im westlichen Teil Deutschlands indes gab es mit Santa Claus und den Disney-Figuren amerikanischen Einfluss. Der Geschichte der Adventskalender kommt man ebenfalls in der Schau auf die Spur. Ein Jahreswendkalender mit 31 Türchen führte man in der DDR ein. In Reichenbach wurde der erste Füllkalender der DDR gedruckt. Die Exponate stammen aus der Sammlung "Kindermedienwelten" der Hochschule der Medien Stuttgart und dem Neuberin-Museum. Geöffnet ist von Dienstag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr und Sonntag von 13 bis 16 Uhr.



Prospekte & Magazine