Kaffeepause muss sein, aber nur kurz

Umfrage Arbeitnehmer gönnen sich auf Dienstfahrten nur eine knappe Auszeit

Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps: Selbst in der Kaffeepause während der Dienstfahrt zeigen sich Deutschlands Arbeitnehmer äußerst professionell. Der Zwischenstopp unterwegs fällt auf beruflich bedingten Fahrten tendenziell kürzer aus als in der Freizeit, viele Autofahrer wollen die Fahrt so schnell wie möglich fortsetzen. Das ergab die aktuelle, repräsentative Aral Kaffee-Studie. Um bummelnde Mitarbeiter, die an der Tankstelle mit der Kaffeetasse in der Hand auf Zeit spielen und so den Arbeitstag verkürzen wollen, müssen sich Chefs also kaum Sorgen machen.

Konkret nehmen auf beruflich bedingten Fahrten lediglich 13 Prozent der Arbeitnehmer eine Auszeit von mehr als 15 Minuten. Mit weniger als fünf Minuten kommen sogar zehn Prozent aus. Was Arbeitgeber möglicherweise besonders gern hören: 16 Prozent der Befragten verkneifen sich auf beruflichen Fahrten jegliche Kaffeepause. Für die weitaus meisten - nämlich 64 Prozent - hat die Kaffeepause allerdings gerade bei berufsbedingten Fahrten einen hohen Stellenwert.

Bei der Fahrt in den Urlaub oder unterwegs in der Freizeit muss dagegen niemand auf die Uhr schauen: Hier gehören ausgedehnte Kaffeepausen für viele Autofahrer einfach dazu. 35 Prozent der Befragten lassen sich bei einem Zwischenstopp mindestens 15 Minuten Zeit, drei Prozent von ihnen sogar mehr als eine halbe Stunde. Auf der Urlaubsreise beschreiben 62 Prozent die Pause als Moment für einen bewussten Genuss. Ganz gleich ob in der Freizeit oder im Beruf: Auf Platz eins der Hitliste liegt ein frisch zubereiteter Kaffee von der Tankstelle. Dort zeigen sich viele Autofahrer experimentierfreudiger als zu Hause, denn 21 Prozent der Studienteilnehmer probieren gerne neue Sorten aus. Zu Hause gilt das nur für sieben Prozent. Mehr als 80.000 Cappuccinos, Espressos und Co. gehen beispielsweise jeden Tag an den Tankstellen von Aral über den Tresen.