Kapazitätsgrenze weit überschritten

Kommunalpolitik Gemeinde Weischlitz muss den Gürtel enger schnallen

Weischlitz. 

Weischlitz.In diesem Jahr konnten in der Gemeinde Weischlitz viele Projekte realisiert werden. Laut Bürgermeister Steffen Raab (Freie Wähler) wurden insgesamt 3,8 Millionen Euro investiert. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind das über 2 Millionen Euro mehr. Ein Großteil der Maßnahmen betraf den Straßenbau. Während der jüngsten Gemeinderatssitzung machte Raab den Räten deutlich, dass man in den Folgejahren kleinere Brötchen backen muss. "Mit dem Investitionsumfang in 2018 haben wir die Kapazitätsgrenze unserer Verwaltung deutlich überschritten." Zudem verzeichnete die Verwaltung Gewerbesteuerrückgänge. Im geplanten Doppelhaushalt 2019 und 2020 seien Einsparungen bei den Ausgaben notwendig. Die Steuerhebesätze werden nach einem bereits gefassten Beschluss der Gemeinderäte im nächsten Jahr unverändert bleiben. Eine Anhebung im Folgejahr sei aber nicht auszuschließen. Der Rathaus-Chef informierte zudem über die demografische Entwicklung. Demnach leben im Gemeindegebiet 5861 Einwohner. Zu- und Wegzüge hielten sich die Waage. Erfreulich sei, dass wieder mehr junge Familien bewusst im ländlichen Raum leben. Für diesen Trend stehen knapp 40 Neugeborene. Allerdings liegt die Sterberate in der Gemeinde über dieser Zahl. In der Summe ist die Bevölkerungsentwicklung leicht rückläufig.

Raab richtete seinen Blick bereits auf die Kommunalwahlen im Mai nächsten Jahres. Weil bisherige Mandatsträger aus unterschiedlichsten Grünen nicht mehr antreten, müssen neue Kandidaten gefunden werden. Aufgrund der Eingliederung von Reuth in die Gemeinde Weischlitz besteht der Gemeinderat momentan noch aus 30 Räten. Rückblickend sprach Raab von einer konstruktiven Zusammenarbeit. Die Sitzungen seien von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen.