Karo-Verein greift Tabuthemen auf

Sozialprojekt Verein im Vogtland ist auf Unterstützung durch Spenden angewiesen

karo-verein-greift-tabuthemen-auf
Dr. Ravinder Stephan Singh Sud (Bereichsleiter Vorstandsstab Sparkasse Vogtland) überreichte zusammen mit Pressesprecherin Anja Stein (re.) 1.500 Euro an Cathrin Schauer (2. von links) und Eileen Schönheit (2. von re.). Foto: Repert

Plauen. Neun Kinder lagen schon in der Babyklappe. Das Vogtland hat ein Drogenproblem. Und im tschechischen Grenzgebiet arbeiten deutsche Streetworker, weil dort auf dem Straßenstrich Gewalt gegen Mädchen und Frauen sowie Menschenhandel an der Tagesordnung sind. Genau wegen dieser Fakten ist der Karo e.V. einer der wichtigsten Vereine der Region.

Ihr Ansatz: Tabuthemen aufgreifen

Die Mannschaft um Cathrin Schauer kümmert sich nämlich in diesen Bereichen um Menschen, die kaum in Erscheinung treten und die manch einer auch gar nicht sehen will. Vereinsgründerin Cathrin Schauer hat es nun aber zumindest geschafft, dass immer mehr wichtige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit ihr gemeinsam die Tabuthemen der Gesellschaft aufgreifen. Das Motto "Es kann nicht sein, was nicht sein darf", diese vielfach praktizierte Verhaltensregel ist jetzt dem Prozess der Veränderung unterlegen.

Keine staatliche Finanzierung

Dr. Ravinder Stephan Singh Sud (Bereichsleiter Vorstandsstab Sparkasse Vogtland) und Pressesprecherin Anja Stein hatten sogar extra die Räumlichkeiten des Karo-Vereins in Plauen aufgesucht, um zu erfahren, was genau mit den Spendengeldern passiert. Spenderbetreuerin Eileen Schönheit steht jedem Interessierten Rede und Antwort. Denn zum Beispiel betreibt der Karo e.V. an geheimem Ort auch ein Frauenschutzhaus.

Nur gefördert wird dieser Verein von staatlicher Seite nicht. "Wir finanzieren uns rein über Spenden von Stiftungen und Lotterien", berichten die examinierte Krankenschwester Cathrin Schauer und Eileen Schönheit. Vielleicht ändert sich ja das aber auch noch.