Kein Geld für "Feldautobahn" bei Theuma

Bürgerversammlung Bei Gemeinderäten überwiegt Skepsis

kein-geld-fuer-feldautobahn-bei-theuma
Genossenschafts-Chef Udo Weymann (li.) und Theumas Bürgermeister Ulrich Sörgel ringen um den Dorffrieden. Foto: Thomas Voigt

Theuma. Ein Entlastungsweg zum Betriebsgelände der Agrargenossenschaft Theuma rückt wohl in weite Ferne. Zu dieser Erkenntnis kamen am Mittwochabend Bürger und Gemeinderäte während einer Zusammenkunft im Dorfgemeinschaftshaus (DGH). Gemeinderat Thomas Lindner (Initiative Theuma) ist die Realisierung des Weges unter den jetzigen Vorzeichen eine Nummer zu groß für die Gemeinde.

Eine große Frage steht im Raum

"Wollen wir eine halbe Million für eine Feldautobahn ausgeben?", fragte er in die Runde. Selbst mit Fördermitteln würde der Schotterweg wohl die Verhältnismäßigkeiten sprengen. Da kam auch Ulrich Riedel (FDP) ins Grübeln. "Das könnte ich so nicht mittragen."

Vorher informierte Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU) die Anwesenden im DGH über verschiedene Fördermöglichkeiten. Im Mittelpunkt stand das "Leader-Programm" mit bis zu 80 Prozent Förderung. Im konkreten Fall müsste die Gemeinde allerdings alles vorfinanzieren. Dazu zähle auch der Kauf der betreffenden Grundstücke. "Wir allein können das nicht stemmen", warf Udo Weymann in die Runde.

"Ich steh zu meinem Wort."

Der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Theuma würde das Vorhaben mit 100.000 Euro unterstützen. "Ich steh zu meinem Wort." Bereits Ende März gab es an gleicher Stelle zu diesem Thema eine Bürgerversammlung. Diskutiert wurden Belastungen, die durch die Biogasanlage in Theuma verursacht werden. Vordergründig drehten sich die Gespräche um die Genossenschafts-Fahrzeuge, die mit Gülle oder Pflanzenmaterial in unterschiedlicher Intensität durch den Ort rollen.