Keine Kandidaten aber drei Sieger

Politik Drei Reuther erhalten die mit Abstand meisten Stimmen

keine-kandidaten-aber-drei-sieger
Bei der Auszählung der Stimmen am Wahlabend. Foto: Simone Zeh

Reuth. Der dreiköpfige Ortschaftsrat in Reuth nimmt langsam Gestalt an, obwohl keiner dafür kandiert hat. Die meisten Stimmen zur Wahl, 87, bekam Andre Rüdiger. An zweiter Stelle folgt mit 86 Stimmen David Nagler. Andy Bauermeister konnte 51 Stimmen für sich verbuchen. Darüber informierte Antje Härtl von der Gemeindeverwaltung Weischlitz, die auch die Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses ist.

Mit den drei meistgewählten Bürgern folgten die Wahlberechtigten der Empfehlung der Reuther Vereine - Feuerwehr, Sportverein und Heimatverein. Offiziell vorgeschlagene Kandidaten für den Reuther Ortschaftsrat gab es nicht. Deshalb mussten die Wähler einen leeren Zettel mit Namen ausfüllen.

"Gezählt wurden alle Stimmen, wo der Wählerwille eindeutig erkennbar war", sagt Antje Härtl. Doppelnamen wurden geprüft, um die Stimmen eindeutig der richtigen Personen zuordnen zu können.

Insgesamt erhielten 36 Personen Stimmen. Deren Nachfolgeposition muss nun noch festgelegt werden. Interessant ist vorerst vor allem der vierte Platz, auf den Friedhold Morgner mit 13 Stimmen kam.

Interessant insofern, weil er Nachfolger in den Ortschaftsrat ist, wenn die drei Gewählten mit den meisten Stimmen ihren Ortsvorsteher aus ihrem Kreis wählen. Das müssen sie aber nicht. Der zukünftige Ortsvorsteher kann seinen Wohnsitz auch außerhalb des Ortes haben.

Bei der konstituierenden Sitzung des Rates, müssen die drei für den Reuther Ortschaftsrat Gewählten - wenn sie ihr Ehrenamt angenommen haben - beratschlagen, wer der zukünftige Ortsvorsteher in Reuth werden soll.