Keine neue Chance für den Gedächtnis-Poller

Poller-Alarm Stadtverwaltung Plauen bläst zum Rückzug - Zum Starkbierfest gibt's die Trauerfeier

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Auch der Rettungsschirm von Lutz Reinhardt konnte den Manfred-Eberwein-Poller nicht retten. Foto: Karsten Repert

Plauen. Nie wieder Poller-Alarm? Selbst im Rathaus schmunzelt man. Denn der versenkbare Manfred-Eberwein-Poller, der von den Plauenern nach dem einstigen Baubürgermeister benannt wurde, er bleibt unten. Die fortwährenden Reparaturen sowie zehn Jahre Spott und Kritik haben dafür gesorgt, dass die Stadtverwaltung nun aus wirtschaftlichen Gründen erst einmal nachgibt. Wahrscheinlich ist es auf Dauer zu teuer, die Verkehrsberuhigende Maßnahme ständig durch Instandhaltungskosten zu subventionieren.

Nun bleibt der Poller erstmal unten

Es geht scheinbar doch ohne die verhasste Durchfahrtssperre im Zentrum des Vogtlandes. Dabei ist übrigens auch ganz viel Humor im Spiel. Hobby-Komödiant Lutz Reinhardt täuscht bekanntlich kommenden Samstag zum 12. TVF-Starkbierfest den 1.000 Besuchern (ausverkauft) vor, dass er als "Rathaus-Elektriker" genau Bescheid weiß. In dieser Rolle begeistert der "lustigste Beamte der Neuzeit" die Massen seit 17 Jahren. "Der Poller hat mich berühmt gemacht", lacht Lutz Reinhardt und denkt an 2007.

Genau vor zehn Jahren zerschmetterte eine Autofahrerin auf dem Weg zum Arzt den Poller mit ihrem Pkw. "Als dieser Totalschaden repariert war, habe ich sofort den Rettungsschirm aufgespannt. Aber der Poller ist jetzt genauso im Boden versenkt worden wie unsere Millionen in Griechenland", schimpft Lutz Reinhardt.

Besucherinfo: Alle bis Dienstagabend nicht abgeholten Karten können am Mittwoch (Info-Telefon 03741-432395) erworben werden. Das Starkbierfest steigt am Samstag (Einlass ab 18 Uhr / Beginn 19.30 Uhr) in der Festhalle Plauen.